Eine höchst ungewöhnliche Begegnung hatte ein Taucher vor der Küste von Las Palmas, der größten Stadt der Kanarischen Inseln. In einer Tiefe von acht Metern stieß er auf eine alienartig anmutende Kreatur, ein sogenanntes Pyrosom.
Javi Benavides schwamm im Juni vor Las Palmas, als er auf das Pyrosom stieß. Seine faszinierenden Aufnahmen, die erst jetzt veröffentlicht wurden, zeigen, wie sich das Lebewesen, das auch als Feuerwalze bezeichnet wird und aus Tausenden winzigen Einzeltieren besteht, mit der Strömung im Meer bewegt (siehe Video oben).
„Es war faszinierend, sie zu beobachten“
„Ich bin seit mehr als 20 Jahren Taucher, und das ist erst das zweite Mal, dass ich auf ein Pyrosom gestoßen bin“, schilderte Benavides seine Begegnung mit der Kreatur. „Es ist nicht alltäglich, so etwas zu sehen. Es war faszinierend, sie zu beobachten.“
Bei Pyrosomen handelt es sich um freischwimmende Kolonien winziger Organismen, sogenannter Zooide (Einzeltiere, Anm.), die normalerweise in warmen Gewässern nahe der Oberfläche zu finden sind. Jedes Zooid ist dabei nur wenige Millimeter groß.
Pyrosomen können zwölf Meter lang werden
Die Kolonien haben die Form einer Glocke oder eines dickwandigen Zylinders, der auf einer Seite geschlossen ist. Sie erreichen – bei einem Durchmesser von drei bis vier Zentimetern – meist eine Länge von 15 bis 20 Zentimetern. Die größte Art namens Pyrosoma spinosum kann in Ausnahmefällen sogar bis zu zwölf Meter lang werden.
Kolonien dieser Größenordnung wurden im Indischen Ozean gefunden. Im Atlantik und Pazifik erreichen die Kolonien, die in einer Art gallertartigem Mantel eingebettet sind, eine Länge von etwa einem Meter bei einem Durchmesser von rund zehn Zentimetern.
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