Zwar ist der Meisterkampf in der Bundesliga spannend, jedoch nicht unbedingt qualitativ hochwertig. Eine „Krone“-Kolumne von Österreichs Jahrhundert-Kicker Herbert Prohaska ...
Kein Bundesliga-Sonntag ohne Überraschungen – es macht für mich schon langsam den Anschein, dass keiner wirklich Meister werden will. Die einzige Ausnahme ist da vielleicht der LASK, der aktuell am stabilsten wirkt. Schon in den vergangenen zwei Spielen gegen Sturm war man jeweils die bessere Mannschaft, wurde mit zwei Remis unter Wert geschlagen. In Hartberg, wo schon viele andere gestolpert sind, mit 5:1 zu gewinnen, ist ein echtes Ausrufezeichen. Nur sind die Oberösterreicher jetzt erstmals seit einigen Jahren Tabellenführer, wechseln vom Jäger zum Gejagten – abwarten, wie sie mit dieser Situation umgehen. Aber müsste ich jetzt spontan wetten, würde ich mein Geld auf den LASK setzen.
Für „Fordern“ ist keiner gut genug
Alle anderen Teams sind eine reine Wundertüte. Was gut für die neutralen Zuschauer ist, für die Spannung spricht – aber nicht unbedingt für die Qualität in dieser Liga. Klar, wir sind und bleiben eine Ausbildungsliga. Aber abgegebene Spieler konnten in dieser Saison nie richtig ersetzt werden – weder bei Salzburg, noch bei Sturm. Die Meister der vergangenen Jahre haben ihre Dominanz verloren, an Schrecken eingebüßt. Rapid ist zu unbeständig, erlebt eine Achterbahnfahrt – aber nach dem gestrigen Sieg dürfen sie auch noch hoffen. Apropos: Ich finde, die Fans aller Kandidaten dürfen heuer nicht den Titel einfordern, nur davon träumen. Für „Fordern“ ist keiner gut genug.
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