Norwegische NGOs:
Toter „Spionagewal“ weist Schusswunden auf
Am Samstag ist der mutmaßliche russische „Spionagewal“ „Hvaldimir“ vor der Südwestküste Norwegens im Meer leblos treibend entdeckt worden. Tierschutzorganisationen vermuten, dass der Meeressäuger von Menschen getötet worden ist.
Die Organisationen OneWhale und Noah haben den Fall aufgrund von dokumentierten Verletzungen des Tieres bei der norwegischen Polizei sowie der Behörde für Wirtschafts- und Umweltkriminalität angezeigt. Die Polizei will nun prüfen, ob es einen angemessenen Grund dafür gebe, Nachforschungen einzuleiten.
NGO: Wal wurde erschossen
„Unser geliebter ,Hvaldimir‘ wurde erschossen“, erklärte OneWhale auf Instagram. Es gebe Beweise dafür, dass der Wal durch Schüsse getötet worden sei. Mehrere Tierärzte, Biologen und ballistische Experten seien zu dem Schluss gekommen, dass „Hvaldimirs“ Tod das Ergebnis einer kriminellen Handlung sei. OneWhale-Gründerin Regina Haug wies unter anderem darauf hin, sogar eine Kugel in seinem Körper stecken gesehen zu haben.
„Hvaldimir“ ist eine Kombination aus dem norwegischen Wort für Wal (hval) und dem Vornamen des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Im Jahr 2019 war er nicht weit von russischen Gewässern entfernt mit einer Befestigung für eine kleine Kamera und mit dem Aufdruck „Ausrüstung St. Petersburg“ am Körper in Norwegen aufgetaucht.
Das hatte Spekulationen ausgelöst, er könnte ein russischer Spionagewal sein. Eine andere Theorie besagte, er sei einmal als eine Art Therapiewal in Russland eingesetzt worden. Zugleich zeigte sich „Hvaldimir“ gegenüber Menschen und Booten immer wieder überaus zutraulich, was ihm viele Freunde in Norwegen einbrachte.
Meeressäuger wurde bereits obduziert
Am Samstag war der mehr als vier Meter lange Meeressäuger tot in einer Bucht in der Nähe von Stavanger entdeckt worden. Er wurde bereits obduziert – der Obduktionsbericht soll nach Angaben der Nachrichtenagentur NTB aber erst in etwa drei Wochen fertig sein.









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