Unzählige Kunden hatten trotz Anzahlung oder sogar komplett geleisteter Zahlung ihre bestellten Küchen nicht mehr erhalten, schon seit Wochen war deshalb das Rumoren um die MF Interieur GmbH aus Ansfelden (OÖ) groß gewesen. Nun ist der Küchenhändler offiziell pleite. Das Konkursverfahren wurde eröffnet.
Seit Juni war die MF Interieur GmbH geschlossen, seither hatten sich viele Kunden, die durch die Finger geschaut hatten und ihre bestellte Einrichtung nicht oder nur unvollständig erhalten hatten, beim Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Oberösterreich gemeldet.
Ab dem Zeitpunkt, als das Geschäftslokal zugesperrt wurde, haben wir mehr als 60 Konsumenten bei uns registriert. Bei nahezu allen Fällen haben diese noch auf die Küche gewartet, obgleich Zahlungen – oft schon der Gesamtbetrag – geleistet wurde.
Gernot Fieber, Abteilung Konsumentenschutz der Arbeiterkammer OÖ
DAN hat Vertrag mit Händler gekündigt
Rasch war auch Küchenhersteller DAN aktiv geworden, weil die MF Interieur GmbH als Händler für die Marke aufgetreten war und ein DAN-Küchenstudio betrieben hatte. Den Vertrag mit MF Interieur hat DAN laut Geschäftsführer Ewald Marschallinger mittlerweile gekündigt. Für die betroffenen Kunden versuchte man, Lösungen zu finden. Vieles konnte aufgefangen werden, nicht alles gelang. Die Zahl der geschädigten Kunden wird mit 200 beziffert.
Jetzt ist die MF Interieur GmbH ein Fall für Christian Ebmer. Der Rechtsanwalt wurde vom Landesgericht Linz zum Insolvenzverwalter bestellt und wird sich nun um die Aufarbeitung des Falles kümmern, der bereits für viel Wirbel gesorgt hatte.
Lieferanten von Elektrogeräten offenbar schon seit 2023 nicht mehr bezahlt
Laut Kreditschutzverband 1870 dürften vom Konkurs rund 25 Mitarbeiter betroffen sein. Die Höhe der Passiva ist noch unklar, dürfte aber bei mehr als 2,5 Millionen Euro zum Liegen kommen. Lieferanten von Elektrogeräten dürften schon seit 2023 von der MF Interieur GmbH nicht mehr bezahlt worden sein.
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