Eine Kuhherde tötete eine Wanderin in Hofgastein. Doch wodurch wurde die Attacke ausgelöst? War es Hundegebell oder der fehlende Zaun? Die Ermittlungen nach der Ursache laufen. Am 2. Oktober soll im Landtag die Immunität des beschuldigten Abgeordneten und Herdenbesitzers aufgehoben werden.
Der Schock saß tief: Am 26. Juni wanderte eine Einheimische (40) mit ihren beiden Töchtern (damals 20 und 23 Jahre alt) auf der Schlossalm. Die Wanderinnen wurden von einer Kuhherde im Schlossalmgebiet attackiert. Die Mutter starb, eine Tochter wurde schwer, eine leicht verletzt. Diese Herde gehört einem Salzburger ÖVP-Landtagsabgeordneten und Landwirten. Die „Krone“ hat berichtet.
Nach dem Hundegebell soll das Unglück begonnen haben
Die Suche nach der Ursache läuft seither auf Hochtouren. Laut „Krone“-Informationen sollen 25 Mutterkühe und rund 20 Kälber am Tag des Unglücks auf der Hofgasteiner Alm geweidet haben. Erst sollen die Kühe den Wanderinnen mit den Hunden am Arm ausgewichen sein. Als ein Hund zu bellen begann, soll das Unglück seinen Lauf genommen haben.
Die Staatsanwaltschaft verdächtigt den Herdenbesitzer, fahrlässig den Tod der Mutter herbeigeführt zu haben. Im Raum steht, dass die Herde womöglich nicht ordnungsgemäß verwahrt war. Nun soll am 2. Oktober die Immunität des Abgeordneten im Landtag aufgehoben werden.
Unweigerlich liegt der Vergleich mit den Kuh-Urteilen aus Tirol nahe. Dort fand 2014 und 2017 je eine tödliche Kuhattacke an unterschiedlichen Orten statt. In beiden Fällen stellte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen ein.
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