Antheringer Au

Land zahlte für den Grundbesitzer die Steuern

Salzburg
16.08.2024 18:30

Beim Ankauf war die Landesregierung laut Rechnungshof zu spendabel. Selbst innerhalb der Regierung gibt es Kritik.

Der Kauf der Antheringer Au durch das Land sorgte im Oktober 2022 für viel Kritik. 37 Millionen Euro zahlte das Land dem Grundbesitzer Max Mayr-Melnhof für sumpfige Wiesen und viel Auwald. Überhöht sei der Preis, lautete schon damals die Kritik. Sie wird jetzt wohl noch einmal lauter werden. Denn der Landesrechnungshof schließt gerade einen Bericht zur Causa ab. Bereits die Rohversion wirbelt Staub auf.

Im Preis für die Au sei eine errechnete Einkommenssteuer in der Höhe von 5,6 Millionen Euro enthalten gewesen, die das Land quasi für Mayr-Melnhof übernahm. Dazu habe es sogar eine Abmachung von Landeshauptmann Wilfried Haslauer, der damaligen Naturschutzlandesrätin Daniela Gutschi (ÖVP) und dem Grundbesitzer gegeben.

Svazek kritisiert den damaligen Kaufvertrag
Gutschi weist die Vorwürfe zurück. „Hier vermischt der Landesrechnungshof bewusst den Sachverhalt und erzeugt dadurch eine tendenzielle und falsche Darstellung“, heißt es aus ihrem Büro. Der Koalitionspartner sieht das anders. Die FPÖ hat einst die Rechnungshof-Prüfung in Auftrag gegeben.

„Niemals hätte ich einen solchen Vertrag samt abenteuerlichem Kaufpreis verhandelt, geschweige denn unterschrieben“, sagt die jetzige Naturschutzlandesrätin Marlene Svazek (FPÖ). Die Opposition aus SPÖ, KPÖ Plus und Grünen kritisiert den Deal ebenfalls erneut. Hier sei Steuergeld verschenkt worden, lautet der Tenor.

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