Schwere Vorwürfe
Malische Soldaten sollen Verdächtige hingerichtet haben
Die Internationale Vereinigung für Menschenrechte, FIDH, forderte in Paris eine unabhängige Untersuchung der Vorwürfe, die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch verlangte die Entsendung von UNO-Beobachtern. FIDH zufolge sollen die Getöteten beschuldigt worden sein, die Islamisten unterstützt zu haben. Andere seien im Besitz von Waffen gewesen, hätten sich bei Kontrollen nicht ausweisen können oder hätten schlicht einer verdächtigen Volksgruppe angehört.
Menschenrechtsorganisation: Mindestens 31 Hinrichtungen
Nach FIDH-Informationen gab es solche Hinrichtungen in Sevare, Mopti, Niono und anderen Ortschaften in dem Konfliktgebiet. In Sevare seien mindestens elf Menschen getötet worden. Es lägen auch glaubwürdige Berichte über 20 weitere Hinrichtungen in dem Gebiet vor, bei denen die Leichen anschließend hastig verbrannt worden seien.
Frankreich: "Ehre steht auf dem Spiel"
Der französische Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian sprach am Mittwochabend von einem "Risiko", ohne die Vorwürfe zu bestätigen. Er rief in französischen Medien auf, "extrem wachsam" in dieser Frage zu sein. Frankreich zähle auf die malischen Offiziere. "Die Ehre steht auf dem Spiel." Weiters mahnte Le Drian: "Die Tuareg sind unsere Freunde. Die Tuareg sind in Nordmali zu Hause. Wir müssen sie als Malier achten wie alle anderen."
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