Auf See zerschellt

Passagier brachte Flieger im Ländle zum Absturz

Österreich
18.01.2013 10:52
Der Absturz eines zweisitzigen Kleinflugzeugs in den Bodensee im März des Vorjahres ist vom Passagier mutwillig herbeigeführt worden. Wie die fast einjährigen Ermittlungen ergaben, dürfte der 20-Jährige das Flugzeug über seinen Steuerknüppel in den Sturzflug gebracht haben. Der 55-jährige Pilot versuchte zwar noch gegenzusteuern, konnte den Absturz aber nicht mehr verhindern. Beide Insassen kamen ums Leben.

Das Ultraleichtflugzeug war am 23. März 2012 etwa einen Kilometer vom Bregenzer Seeufer entfernt in den Bodensee gestürzt. Der Pilot aus Bludenz und sein junger Passagier aus Dornbirn konnten Tage später nur noch tot aus dem See geborgen werden.

Der Absturz bei besten Wetterbedingungen hatte seit jeher zu Spekulationen geführt, auch die nunmehr bestätigte Theorie, dass der 20-Jährige das Unglück verursacht habe, stand bereits im Raum. "Warum der Passagier in den Flug eingegriffen hat, wissen wir nicht. Wir gehen aber davon aus, dass eine psychische Vorerkrankung die Ursache für sein Handeln war", erklärte Ermittler Stefan Schlosser am Freitag.

Polizist Bertram Walser führte aus, dass der Flug zunächst völlig normal verlaufen sei. Etwa eineinhalb Minuten vor dem Absturz kam es zu einem ersten Sinkflug aus etwa 1.100 Metern Höhe, dann gab es mehrere Richtungsänderungen, ehe das Flugzeug erneut in einen steilen Sinkflug ging und in einem Winkel von etwa 60 Grad und mit einer Geschwindigkeit von weit über 300 km/h auf der Wasseroberfläche auftraf und zerschellte.

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