Neue Bluttaten
Schießereien an US-Colleges fordern 2 Tote und 3 Verletzte
Die Bluttat in Kentucky fand auf dem Parkplatz vor dem Zentralgebäude des Colleges in Hazard statt und steht offenbar nicht mit der Schule in Zusammenhang, berichtete die Zeitung "Lexington Herald Leader". Bei den Toten handelt es sich laut Polizei um eine 20-Jährige und ihren 53-jährigen Onkel. Die schwer verletzte Jugendliche dürfte mit den beiden verwandt gewesen sein.
Der Täter ist ein 21-Jähriger, der mit der 20-Jährigen ein gemeinsames Kind gehabt habe. Das Kind war bei der Schießerei auf dem Parkplatz dabei, blieb aber unverletzt und befinde sich derzeit in der Obhut von Sozialarbeitern. Laut ersten Ermittlungen hätte das Kind, für das der Vater das Besuchsrecht hatte, übergeben werden sollen, als der 21-Jährige das Feuer auf das Fahrzeug eröffnete, in dem die Opfer saßen. Der Verdächtige habe sich nach der Gewalttat der Polizei gestellt, hieß es weiter.
Zweite Schießerei wegen Streit über Studiengebühren
Bei dem Zwischenfall in Missouri soll es schon eine Verbindung des Täters zur Bildungseinrichtung geben. Medienberichten zufolge soll der mutmaßliche Schütze ein Student des "Stevens Institute of Business and Arts" sein. Der junge Mann dürfte einen Streit mit seinem Opfer, einem Finanzberater der Schule, über Studiengebühren gehabt haben. Der 21-Jährige soll mit einer Pistole auf den Mitarbeiter des Colleges geschossen und die Waffe dann gegen sich selbst gerichtet haben, berichtete die Zeitung "Saint Louis Post Dispatch". Beide Verletzen seien bereits auf dem Weg der Besserung.
Obama für schärferes Waffenrecht
Um weitere Tragödien dieser Art zu verhindern, will Präsident Barack Obama am Mittwoch einen Katalog mit Maßnahmen vorstellen, die die Waffengewalt eindämmen sollen. Die Sender CNN und NBC berichteten am Dienstagabend übereinstimmend, dass Obama unter anderem eine schärfere Überprüfung des persönlichen Hintergrundes von Waffenkäufern durchsetzen möchte. Auch ein Verkaufsverbot für Sturmgewehre stehe auf der Liste des Präsidenten.
Mit gutem Beispiel ist bereits der Bundesstaat New York vorangegangen: Dort wurde das Waffengesetz drastisch verschärft (siehe Video in der Infobox). Gouverneur Andrew Cuomo unterschrieb das neue Gesetzespaket am Dienstag, nachdem zuvor innerhalb von nur zwei Tagen sowohl der Senat als auch das Repräsentantenhaus des Bundesstaats in Albany dafür gestimmt hatten. Das Gesetz sieht vor, dass Sturmgewehre in privater Hand ebenso verboten sein sollen wie Magazine mit mehr als sieben Schuss. Schon zuvor hatten im "Empire State" deutlich restriktivere Waffengesetze als in fast allen anderen Staaten gegolten.
US-Waffenlobby empört über schärfere Gesetze
Die mächtige US-Waffenlobby kritisierte die Verschärfung der Waffengesetze im Bundesstaat New York heftig. "Die National Rifle Association und ihre New Yorker Mitglieder sind empört über das drakonische Waffengesetz, das jetzt durchgepeitscht wurde", heißt es in einer Erklärung der Organisation vom Dienstag. Die Regelung werde aber nichts nützen: "Diese Waffenkontrollgesetze haben in der Vergangenheit versagt, und sie werden auch weiter keinen Einfluss auf Sicherheit und Kriminalität haben."
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