Putins bester Mann
Gerard Depardieu kritisiert russische Opposition
Wie russische Nachrichtenagenturen berichten, ging Depardieu im staatlichen TV-Sender Rossiya hart mit den Gegnern von Präsident Wladimir Putin ins Gericht: "Die russische Opposition hat kein Programm - sie hat nichts", sagte er im Gespräch in Aserbaidschan, wo er sich gerade für Dreharbeiten aufhält.
Zwar gebe es in der Opposition "sehr schlaue Menschen" wie den früheren Schach-Champion Garry Kasparov. "Aber das hilft nur bei Schach - und sonst nicht viel", so Depardieu. Politik sei schließlich eine viel kompliziertere Angelegenheit.
Attacke gegen Pussy Riot
Auch gegen Pussy Riot schoss der gebürtige Franzose scharf: "Stellen Sie sich vor, diese Mädchen wären zum Beispiel in eine Moschee gegangen. Sie wären da nicht mehr lebend rausgekommen." Depardieu schloss sich damit Putins Argument an, warum die Verurteilung zweier Bandmitglieder zu zwei Jahren in einem der berüchtigten Arbeitslager Russlands angemessen sei. "Aber wenn ich solche Dinge in Frankreich sage, gelte ich als Idiot", beschwerte sich der Schauspieler im russischen Fernsehen.
Depardieu hatte Anfang Jänner in Sotschi seinen russischen Pass in Empfang genommen, zuvor hatte Putin ihm per Dekret die Staatsbürgerschaft verliehen. Seinen französischen Pass will er trotz gegenteiliger Drohungen - nachdem in Frankreich eine 75-prozentige Spitzensteuer für Millionäre eingeführt werden sollte - offenbar behalten. Depardieu selbst betont, kein Steuerflüchtling zu sein - auch wenn in Russland ein einheitlicher Steuersatz von 13 Prozent gilt.
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