Eine Anrainerin im Innsbrucker Gewerbegebiet Mühlau-Arzl ist verzweifelt. Sie spricht von „Drogenspritzen, Obdachlosen und Vandalismus“, die ihr große Sorgen bereiten. Und sie fragt sich: „Wie soll man hier eigentlich ein Kind großziehen?“
„Ich weiß mir nicht mehr anders zu helfen und wende mich daher an Sie.“ Mit diesen Worten meldete sich eine Leserin der „Krone“ (Name der Redaktion bekannt). Der Grund: „Die Situation im Gewerbegebiet Mühlau-Arzl in Innsbruck ist nicht mehr tragbar.“
Die Tirolerin, die in dieser Gegend wohnt, „weiß nicht, wie lange ich das noch aushalte und ich frage mich, wie man hier eigentlich ein Kind großziehen soll“.
In der Gegend gibt es bewaffnete Gewalttäter, die sich herumtreiben, und organisierte Bettlergruppen, die die ganze Nacht schreien.
Die „Krone“-Leserin
„Gegend vermüllt und verdreckt“
Vor allem seit das Asylheim beim Schusterbergweg zu einer Notschlafstelle wurde und ein weiteres Heim für Gestrandete in der Nähe öffnete, „werden die Ausmaße immer schlimmer“. Die Leserin spricht von „bewaffneten Gewalttätern, die sich herumtreiben“. Sie erzählt von organisierten Bettlergruppen, „die unter der Brücke gegenüber eines Imbisses hausen und die ganze Nacht schreien“.
Zudem beklagt die Frau, dass die Umgebung „vermüllt und verdreckt ist, Drogenspritzen liegen herum, überall Fäkalien, Glasscherben und so weiter“.
„Ich und meine Nachbarn sind total verzweifelt“
Auch den Firmen in dem Gewerbegebiet würde durch Vandalismus erheblicher Schaden entstehen, behauptet die Tirolerin. Nicht nur sie, auch ihre Nachbarn seien verzweifelt. „Die Lösung des Bürgermeisters ist es, einfach ständig die Polizei zu rufen, die ist aber machtlos und muss teilweise viermal in vier Stunden ausrücken. Ansonsten wird von Herrn Johannes Anzengruber keine Lösung vorgeschlagen“, beklagt die Anrainerin abschließend.
Es gibt dort immer wieder polizeiliche Amtshandlungen auch im strafrechtlichen Bereich. Diese werden bei Bekanntwerden selbstverständlich aufgearbeitet und der Staatsanwaltschaft berichtet.
Polizei-Pressesprecher Christian Viehweider
Polizei bestätigt „immer wieder Amtshandlungen“
Auf Anfrage bei der Polizei lässt Pressesprecher Christian Viehweider zur Problematik bei der Brücke wissen, dass „nach wie vor regelmäßige Kontrollen auch in Bezug auf das Fremdenrecht durchgeführt werden. Dabei gibt es keine besonderen Feststellungen“. Es gebe auch „Bestrebungen seitens der Stadt, die Fläche zu räumen und den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen“.
Zum Bereich der Notschlafstelle meint der Sprecher, dass „es dort immer wieder polizeiliche Amtshandlungen auch im strafrechtlichen Bereich gibt. Diese werden bei Bekanntwerden selbstverständlich aufgearbeitet und der Staatsanwaltschaft berichtet“.
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