Vater fordert:

Verstorbene Inderin als Symbol gegen sexuelle Gewalt

Ausland
06.01.2013 08:42
Der Vater des indischen Vergewaltigungs- und Mordopfers will seine Tochter zum Symbol für den Kampf gegen sexuelle Gewalt machen. "Wir wollen, dass die Welt ihren wirklichen Namen kennt", meinte der Mann und wehrt sich damit gegen die indische Regierung, die den Medien die Nennung des Namens verboten hat.

Seine Tochter habe nichts Falsches getan, so der Vater gegenüber der britischen Zeitung "Sunday People". Sie sei gestorben, als sie sich selbst verteidigt habe. "Ich bin stolz auf sie. Die Enthüllung ihres Namens wird anderen Frauen, die solche Angriffe überlebt haben, Mut machen. Meine Tochter wird ihnen Kraft geben." 

Die Brutalität des Falles sorgte international für Entsetzen und löste in Indien Massenproteste sowie eine Debatte über schärfere Gesetze für Vergewaltiger aus.

Brutal vergewaltigt und misshandelt
Die 23-jährige Studentin war Mitte Dezember in einem privaten Kleinbus in der Hauptstadt Neu-Delhi von mehreren Männern vergewaltigt, mit einer Eisenstange misshandelt und aus dem fahrenden Fahrzeug geworfen worden. Zwei Wochen später erlag sie ihren Verletzungen. Fünf der sechs Beschuldigten sind des Mordes und der Gruppenvergewaltigung angeklagt (siehe Infobox). Sie sollen am Montag wieder vor Gericht erscheinen.

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