Exporte in Gefahr?

Neuer Rekord! Doch jetzt machen Teuerungen Sorgen

Oberösterreich
16.07.2024 14:00

2023 exportierten Oberösterreichs Firmen mit Produkten im Wert von 54,1 Milliarden Euro so viel wie kein anderes Bundesland in Österreich. Doch Teuerungen bedrohen nun die gute Entwicklung. Doris Hummer, Präsidentin der Wirtschaftskammer OÖ, registriert eine sinkende Nachfrage.

Regenschirme aus Braunau für Rolls-Royce und viele Modelle von Škoda; Mozzarella aus Feldkirchen bei Mattighofen, der in Italien verspeist und weiterverarbeitet wird – das sind nur zwei Beispiele dafür, wie Oberösterreich europa- und weltweit für Furore sorgt.

Rekord von 2022 übertroffen
Schon seit Jahren hat Oberösterreich im Bundesländervergleich den Titel Exportkaiser sicher – die neusten Zahlen der Statistik Austria unterstreichen das. Mit Exporten im Wert von 54,1 Milliarden Euro konnte das Bundesland ob der Enns den Rekordwert von 2022 in Höhe von 52,3 Milliarden Euro übertreffen. Angesichts der Zuwachsraten der vergangenen Jahre ist das zwar „nur“ ein moderates Wachstum, aber immer noch ein deutliches Plus.

Die Exportbilanz weist für 2023 erneut Oberösterreichs Spitzenposition aus, die Importe gingen ...
Die Exportbilanz weist für 2023 erneut Oberösterreichs Spitzenposition aus, die Importe gingen zurück.(Bild: Krone KREATIV/Adobe Stock)

Oberösterreich sorgt für 27 Prozent der österreichischen Exporte. Firmen wie Flugzeugzulieferer FACC und das Motorenwerk von BMW in Steyr treiben diese Werte enorm nach oben – beide Firmen haben eine Exportrate von 100 Prozent. Bedeutet: Alle ihre Produkte werden ausnahmslos ins Ausland verkauft.

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Wir brauchen Strategien und Antworten, um wieder auf einen wettbewerbsfähigen Wachstumskurs zu kommen – sowohl in der EU als auch in Österreich.

Doris Hummer, Präsidentin Wirtschaftskammer OÖ

Während sich Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner über Oberösterreichs Position als „Wirtschafts-Lokomotive der Republik“ freut, beobachtet Doris Hummer besorgt den Rückgang der Exporte im laufenden Kalenderjahr. Vor allem stark gestiegene Lohnstückkosten machen es für in Österreich hergestellte Produkte schwieriger.

„Wir müssen diese Entwicklung jetzt stoppen, wenn wir uns nicht völlig aus den Märkten preisen wollen“, sagt die Präsidentin der Wirtschaftskammer Oberösterreich. Deutschland ist Oberösterreichs wichtigstes Abnehmerland.

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