Hagel und Eis

Schneestürme in den USA fordern zwölf Todesopfer

Ausland
27.12.2012 17:04
Schwere Schnee- und Eisstürme haben Zehntausenden US-Bürgern vom Golf von Mexiko bis zu den Großen Seen im Nordosten die Weihnachtsferien verhagelt. Bis Mittwoch wurden mehr als 2.000 Flüge gestrichen, für Donnerstag annullierten die Behörden vorsorglich fast weitere 300 Verbindungen. Mindestens zwölf Menschen kamen ums Leben, Hunderttausende saßen ohne Strom da.

Bereits am Dienstag waren 34 Tornados über Texas, Louisiana, Alabama und Mississippi im Süden der USA hinweggefegt und hatten für Verwüstungen gesorgt. In Arkansas, Mississippi und Texas knickten unzählige Strommasten um, mehr als 200.000 Menschen waren ohne Licht und Heizung. Nach Angaben der Behörden könnte es eine Woche dauern, bis die Versorgung vollständig wiederhergestellt sei. Die Gouverneure von Mississippi und Alabama riefen den Notstand aus.

Die Meteorologen rieten den Menschen in den betroffenen Gebieten, zu Hause zu bleiben. Sie warnten vor eisglatten Straßen und Stromausfällen. Für den Nordosten des Landes sagten sie bis zu 46 Zentimeter Schnee voraus. Nachdem am Dienstag bereits mehr als 500 Flüge ausgefallen waren, wurden bis Mittwochabend erneut über 1.500 Verbindungen gestrichen.

Zwölf Menschen durch Unwetter gestorben
Mindestens zwölf Menschen starben rund um die Weihnachtstage wegen der schweren Unwetter - darunter ein Mann in Houston in Texas, auf dessen Auto ein Baum gestürzt war, sowie zwei Kinder, deren Mutter auf einer vereisten Straße in Arkansas die Kontrolle über ihren Wagen verloren hatte. In Ohio krachte eine 18-Jährige mit ihrem Wagen in einen entgegenkommenden Schneepflug und starb. 

In der Region um Indianapolis, der Hauptstadt von Indiana, meldete die Polizei am Mittwoch binnen weniger Stunden 160 Verkehrsunfälle. In Oklahoma wurde rund ein Dutzend Menschen bei einer Massenkarambolage mit 21 Fahrzeugen verletzt.

Kältetote in Russland, Indien und Polen
Während in den USA Stürme und Schneemassen den Menschen zu schaffen machen, haben - wie berichtet - auch die Russen wieder extrem unter dem Winter zu leiden, allerdings wegen der extremen Kälte. In Sibirien waren im Dezember sogar minus 50 Grad gemessen worden. Seither starben in Russland mindestens 135 Menschen, in der Ukraine war bislang von rund 80 Todesopfern die Rede.

Meldungen über Kältetote kamen in den vergangenen Tagen auch aus Nordindien oder etwa Polen, wo ebenfalls Dutzende Kältetote zu beklagen seien.

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