Traurige Kinder beim Familienfest in Großhöflein: Die beliebten Traktorfahrten fanden heuer nicht statt. Ein Gemeinderat hatte eine Aufsichtsbeschwerde dagegen eingebracht
Spaß für Groß und Klein versprach das heurige Familienfest in Großhöflein. Die ÖVP hatte ein buntes Programm für die mittlerweile dritte Auflage zusammengestellt, von der Hüpfburg über Ponyreiten bis hin zu Traktorfahrten. Letztere konnten aber dieses Mal nicht durchgeführt werden. FLG-Gemeinderat Werner Huf hatte eine Aufsichtsbeschwerde bei der Bezirkshauptmannschaft dagegen eingebracht. Der Grund: Sicherheitsbedenken.
„Kinder waren traurig“
Für ÖVP-Bürgermeisterin Maria Zoffmann ist diese Vorgehensweise völlig unverständlich. Die Fahrten mit dem Kleintraktor samt Anhänger seien auch in den vergangenen Jahren durchgeführt worden und sehr beliebt gewesen. Zudem würde ein ständig ein Erwachsener mitfahren. „Die Kinder waren traurig, dass es heuer keine Traktorfahrten gegeben hat.“
Auch Hüpfburg und Ponyreiten im Visier
Sie vermutet, dass Huf nicht passe, dass die Veranstaltung so erfolgreich sei. An die 150 Besucher gebe es jedes Jahr. Huf habe nicht nur die Traktorfahrten bei der Bezirkshauptmannschaft angekreidet, sondern auch das Ponyreiten, die Hüpfburg, die Essensausgabe und einiges mehr. „Es ist wirklich schlimm“, sagt Zoffmann.
Kein Behindertenparkplatz
Der FLG-Gemeinderat hingegen verteidigt sein Vorgehen. Geltende Regeln seien einzuhalten, auch er müsse sich an gesetzliche Vorgaben halten. Wer eine Veranstaltung mache, müsse schauen, dass alles richtig und korrekt ist. Deswegen habe er die Bezirkshauptmannschaft darauf hingewiesen. Es habe keinen Behindertenparkplatz gegeben, auch sei zu hinterfragen, ob eine Konzession vorhanden ist.
Auch SPÖ-Feste im Visier
Hinsichtlich der Traktorfahrten bestehe die Gefahr, dass sich die Kinder bei einer starken Bremsung verletzen könnten. Dass er der ÖVP den Erfolg nicht gönne, sei eine Schutzbehauptung der Bürgermeisterin. Auch bevorstehende Feste der SPÖ hat der FLG-Gemeinderat bereits ins Visier genommen.
Huf selbst war beim Familienfest übrigens nicht zu Gast. „Ich hätte ihn auch nicht hineingelassen“, meint Zoffmann.
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