Führerschein weg

Vbg: Polizist ließ betrunkene Frau Auto umparken

Österreich
26.11.2012 15:09
Eine betrunkene Beifahrerin hat in Vorarlberg ihren Führerschein verloren, weil sie auf Anweisung der Polizei das Auto umparkte. Die 37-Jährige wehrt sich nun gegen die Strafe, denn "man hat es geradezu darauf angelegt, sie zu einer strafbaren Handlung zu verleiten", so ihr Anwalt. Der Fall ist beim Unabhängigen Verwaltungssenat anhängig. Ein Urteil wird in den kommenden Wochen fallen.

Die 37-Jährige aus Hohenems wollte nach einem Abendessen nicht mehr mit dem Auto nach Hause fahren, weil sie zu viel getrunken hatte, berichtete der ORF Vorarlberg. Ans Steuer setzte sich ein Bekannter, sie nahm auf dem Beifahrersitz Platz. Bei einer Verkehrskontrolle wurde der Fahrer auf Alkohol getestet. Währenddessen verlangte ein Polizist von der Frau, den Wagen umzuparken, was sie auch tat.

Daraufhin forderte der Polizist auch die 37-Jährige zu einem Alkoholtest auf. Dieser ergab einen Blutalkoholwert von 1,2 Promille. Der Frau wurde der Führerschein abgenommen, zudem soll sie 1.300 Euro Strafe zahlen.

Frau zu "strafbarer Handlung verleitet"
Das will die Frau nicht akzeptieren. Der Polizist habe sie, obwohl sie offensichtlich stark alkoholisiert war, zu der Autofahrt angestiftet, so ihre Argumentation. Man habe es "geradezu darauf angelegt, die Frau zu einer strafbaren Handlung zu verleiten", so ihr Anwalt Martin Rützler.

Der Polizist gab wiederum an, zunächst nicht bemerkt zu haben, dass die Frau betrunken war. Vonseiten des Landespolizeikommandos Vorarlberg hieß es, dass man, so lange das Verwaltungssenats-Verfahren laufe, zu dem Vorfall keine Stellung beziehen wolle, um eine unabhängige Beurteilung des Falls zu ermöglichen.

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