Abwehrsystem

Türkei mit NATO-Partnern teilweise einig über “Patriots”

Ausland
20.11.2012 12:43
Die Türkei hat sich am Dienstag mit einigen NATO-Mitgliedstaaten auf eine Bereitstellung von Patriot-Abwehrraketen an der Grenze zu Syrien geeinigt. Die Vereinbarung sei mit den Ländern getroffen worden, die über das Abwehrsystem verfügten, teilte das türkische Außenministerium mit. Neben den USA und den Niederlanden verfügt in der NATO nur Deutschland über die modernste Version des Raketenabwehrsystems.

Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu sagte am Dienstag in Istanbul, dass die Verhandlungen in der NATO über die Stationierung in der "letzten Phase" seien. Es gebe bereits eine Einigung mit jenen NATO-Nationen, die über die erforderlichen Patriot-Systeme verfügten. Zu möglichen Stationierungsorten äußerte er sich nicht.

Vor Davutoglu hatte bereits Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan einen baldigen offiziellen Antrag der Türkei bei der NATO angekündigt. NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hatte der Türkei am Montag die Unterstützung des Bündnisses zugesichert. Er sagte, die Allianz habe fertige Pläne zum Schutz der Türkei, die im Notfall angepasst werden könnten. Wenn Ankara eine offizielle Anfrage zur Verlegung der Raketen stelle, werde diese als "dringliche Angelegenheit" behandelt.

Das türkische Grenzgebiet wurde bereits mehrfach aus Syrien heraus beschossen, wo sich Regierungstruppen und Aufständische seit mehr als eineinhalb Jahren bekämpfen.

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