Laut dem von der Arbeiterkammer erhobenen „Nachhilfebarometer“ nehmen mittlerweile 49 Prozent aller Schüler in Österreich Nachhilfe in Anspruch. Die Nachfrage ist sprunghaft angestiegen, vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei 30 Prozent.
Die Folge der großen Nachfrage: Die kostenlosen Angebote reichen bei weitem nicht mehr aus, um den Ansturm zu bewältigen – mit dem Ergebnis, dass 22 Prozent aller Schüler auf kostenpflichtige Angebote zurückgreifen müssen.
Was bei der Umfrage ebenfalls ins Auge sticht: 71 Prozent der Eltern gaben an, dass ihre Kinder nicht in allen Fächer ausreichend die Möglichkeit erhalten, die vermittelten Inhalte zu üben.
Für den Vorarlberger AK-Präsidenten Bernhard Heinzle ist das ein Alarmsignal: „Es kann nicht sein, dass Schüler fürs Lernen erst nach Hause fahren müssen! Unsere Schulen müssen endlich von Orten des Lehrens zu Orten des Lernens werden.“
Er plädiert einmal mehr für das Modell der Gemeinsamen Schule: „Das würde viel Druck, Stress und – zumindest im Fall der Nachhilfe – auch Geld sparen.“
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.