30.000 Produkte des täglichen Bedarfs - vom Schokoriegel über
Rasierwasser bis zum Tierfutter - würden jährlich neu in den Handel gebracht, sagte Projektleiter Stefan Müller. 45 Prozent davon seien bereits nach einem Jahr nicht mehr in den Regalen. Von den übrigen 55 Prozent entwickele sich die Hälfte so schlecht, dass sie ebenfalls wenig später wieder verschwänden. "Lediglich die verbleibenden 27 Prozent aller neuen Produkte haben echte Überlebenschancen", erläuterte Müller.
Zu teuer, kein Bedarf...
Dafür gebe es eine Reihe von Gründen. Viele Produkte würden zum falschen Zeitpunkt oder mit einem ungeeigneten Preis herausgebracht. "Oft beobachtet der Hersteller auch den Wettbewerb nicht ausreichend", sagte Müller. Zahlreiche Neuentwicklungen könnten keine treuen Käufer gewinnen und seien nur zu Beginn erfolgreich, wenn kräftig Werbung für sie gemacht wird. "Sobald der Hersteller diePromotion zurückfährt, vergisst der Verbraucher das Produkt wieder."
Gemessen an anderen europäischen Märkten würden daher selbst relativ erfolgreiche Neuprodukte in Deutschland während des zweiten Jahres häufig zu Problemfällen. Die Quote liege hier bei rund einem Drittel. In Italien, Spanien und Frankreich betrage sie dagegen nur etwa fünf Prozent, auch in Großbritannien (16 Prozent) sei der Anteil deutlich geringer. Der österreichische Markt wurde bei der Studie nicht berücksichtigt.
Tierprodukte floppen am meisten
Die "Floprate" schwankt der Studie zufolge deutlich nach Warengruppen. Am höchsten ist sie demnach im Bereich der Produkte für Haustiere. Auch Wein, Sekt und andere alkoholhaltige Getränke, Düfte und Duschbäder floppten deutlich häufiger als der Durchschnitt.
Hygiene-Artikel chancenreich
Chancen haben Hersteller dagegen mit neuen Wasch- und Geschirrspülmitteln sowie mit Produkten zur Mundpflege und Damenhygiene. Im Bereich der Pflegeprodukte für Herren sei sogar mehr als jede vierte Neueinführung ein Erfolg geworden.
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