Auf Alm gestürzt

Bauer (78) musste verletzt 19 Stunden auf Hilfe warten

Österreich
04.11.2012 12:06
19 Stunden lang hat ein Tiroler Landwirt verletzt auf einer Alm ausharren müssen, ehe sein Sohn ihn am frühen Samstagnachmittag schließlich fand. Der 78-Jährige hatte am Freitag gemeinsam mit weiteren Helfern das Gebäude auf Vordermann gebracht und war alleine auf der Alm zurückgeblieben. Der Landwirt stürzte dann über eine Treppe und zog sich schwere Verletzungen an Oberschenkel und Hüfte zu.

Der Landwirt sowie sein 43-jähriger Sohn und weitere Helfer hatten am Allerseelentag die auf rund 1.200 Meter hoch gelegene Obere Hochangeralm auf Vordermann gebracht. Nach getaner Arbeit kehrten die jüngeren Männer ins Tal zurück - am nächsten Tag wollten sie erneut zur Alm, um den Fischteich zu entleeren. 

Der Altbauer blieb allein zurück. Gegen 19 Uhr begab sich der Mann von den Wohn- und Schlafräumlichkeiten auf den Gang, verlor in der Dunkelheit jedoch die Orientierung und stürzte die gesamte betonierte Stiege bis in den Keller runter, wo er mit schweren Oberschenkel- und Hüftverletzungen liegen blieb.

Nach 19 Stunden gefunden
Trotz unglaublicher Schmerzen schleppte sich der Bauer über die Stiege zurück ins Erdgeschoß, hatte aber keine Möglichkeit, Hilfe zu alarmieren. So harrte der Mann aus, wissend, dass erst viele Stunden später Hilfe kommen wird. 

Am Samstag gegen 14 Uhr, 19 Stunden nach dem schweren Sturz, fand ihn sein Sohn schließlich und alarmierte sofort die Einsatzkräfte. Der verletzte 78-Jährige wurde vom Notarzt des Rettungshubschraubers erstversorgt und dann ins Krankenhaus St. Johann (Bild) geflogen.

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