Folgen von "Sandy"

Kriminalität in New York deutlich zurückgegangen

Ausland
04.11.2012 08:05
In den Tagen nach dem verheerenden Wirbelsturm "Sandy" ist die Kriminalität in New York deutlich zurückgegangen. Die Polizei teilte am Sonntag mit, zwischen Montag und Freitag seien 1.061 Delikte gezählt worden. Das sei ein Drittel weniger gewesen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres - nur Einbruchsdelikte hätten leicht zugelegt.

"Die Polizei ist in den vom Sturm betroffenen Gegenden weiter zu Tausenden im Einsatz, um für Sicherheit zu sorgen und den Wiederaufbau zu unterstützen", erklärte Sprecher Paul Browne.

Den Angaben zufolge wurde zuletzt vor allem an Tankstellen die Polizeipräsenz erhöht. Dort warten Autofahrer weiter stundenlang, weil der Treibstoff knapp wird (siehe Video in der Infobox). Am Freitag und Samstag wurden nach Auseinandersetzungen in den Wartschlangen mindestens 15 Personen festgenommen. Im Stadtteil Queens wurden mehr als 15 Personen Plünderungen zur Last gelegt.

Immer noch Millionen Menschen ohne Strom
Knapp eine Woche nach dem verheerenden Wirbelsturm kämpfen die Menschen an der US-Ostküste nach wie vor mit den schweren Folgen. Neben der Benzin-Knappheit gibt es außerdem vielerorts noch keinen Strom. Nach Angaben der Behörden waren am Samstag in New Jersey weiterhin 1,2 Millionen Menschen von der Stromversorgung abgeschnitten. In New York waren mehr als 871.000 Menschen ohne Strom.

Notstand in Haiti
Durch "Sandy" waren allein in New York 42 Menschen ums Leben gekommen, in allen 15 betroffenen US-Bundesstaaten, Kanada und der Karibik waren es fast 200 Todesopfer. Schätzungen zufolge verursachte das Unwetter Schäden in Höhe von bis zu 50 Milliarden Dollar. Haiti, wo der Hurrikan mindestens 52 Todesopfer forderte, rief am Samstag den Notstand aus. Nach Angaben des Kommunikationsministers wird das ärmste Land Amerikas vom Hunger bedroht, nachdem die Regenfälle des Wirbelsturmes in weiten Teilen des Landes die Ernten zerstört hatten.

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