Demenzkrankes Opfer

Erster Gerichtsprozess um einen dubiosen Immo-Deal

Oberösterreich
28.05.2024 07:00

Der Verkauf einer altehrwürdigen Seepension samt Bootshaus am Traunsee beschäftigt ab dem 12. Juni das Landesgericht Wels. Die Anklagebank ist durchaus illuster besetzt: Den Angeklagten droht bei einer Verurteilung bis zu zehn Jahre Haft.

Zwei Geschäftsführer einer Immo-Firma, zwei Anwälte, ein Notar und eine Maklerin müssen am 12. Juni vor Gericht Platz nehmen. Sie müssen sich wegen schweren Betrugs verantworten, ihnen drohen im schlimmsten Fall immerhin bis zu zehn Jahre Haft. Die Liegenschaft am Traunsee wechselte im Jahr 2020 um rund 750.000 Euro den Besitzer.

Liegenschaft 1,66 Millionen Euro wert
Laut Anklageschrift lag der Wert allerdings bei 1,66 Millionen Euro. Die Erben der damaligen Besitzerin, die mittlerweile verstorben ist, zogen vor Gericht. Der Kauf musste vier Jahre später nach einem Gerichtsurteil rückabgewickelt werden.

Den sechs nun angeklagten Personen wird vorgeworfen, die alte Hausbesitzerin über den Tisch gezogen zu haben. Denn die Frau soll an Demenz erkrankt gewesen sein. Und um diese Frage wird sich auch bei dem Prozess ab 12. Juni (es sind drei Verhandlungstage anberaumt) auch viel drehen. Drei Gutachter werden zu Wort kommen.

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