Am Krankenhaus Hall in Tirol werden zahlreiche Eingriffe ab sofort mithilfe eines Robotersystems durchgeführt. Auch an der Klinik in Innsbruck wird diese Methode bereits erprobt. Was sie kann und wofür sie eingesetzt wird.
Die Chirurgen des Krankenhauses Hall haben einen neuen Assistenten. Einige Operationen wurden bereits mit dem Roboter des Typs „Da Vinci“ durchgeführt. Nun geht das System für bestimmte Eingriffe in den Regelbetrieb.
Die Vorteile der robotischen Chirurgie basieren auf einer stark vergrößerten 3D-Ansicht des Körperinneren und einer hohen Präzision. Durch die extreme Vergrößerung und die sehr kleinen Instrumente mit viel Freiheitsgraden können komplexe Bewegungsabläufe in beengten räumlichen Verhältnissen durchgeführt werden. Die Tirol Kliniken nennen als Beispiel Dickdarm-Operationen sowie Leisten- und Narbenbrüche.
Minimalinvasive Eingriffe möglich
Auch in der Gynäkologie (z.B. Gebärmutter-Entfernung) und in der Urologie (z.B. Prostata-OP) wird der Roboter in Zukunft herangezogen. Damit sind minimalinvasive Eingriffe möglich. „Diese Methode bedeutet in Kombination mit der hohen Expertise unserer OP-Teams eine wesentliche Weiterentwicklung der operativen Vorgehensweise“, freut sich der ärztliche Direktor des LKH Hall, Michael Rieger.
Tirol Kliniken mit derzeit zwei OP-Robotern
Zwei OP-Roboter haben die Tirol Kliniken laut Auskunft von Unternehmenssprecher Johannes Schwamberger bereits im Einsatz, neben Hall an der Klinik Innsbruck. Weil es dort um noch komplexere Aufgaben geht, dauert die Schulungsphase noch an.
Die ist für Mensch und Maschine notwendig. Ärzte müssen unter anderem lernen, mit der hochsensiblen Bedienkonsole umzugehen. Diese kann an jeden Chirurgen angepasst werden und reduziert so auch körperliche Belastungen für die Mediziner.
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