Sa, 20. Oktober 2018

Ermittlungen zu Ende

02.10.2012 15:08

Strauss-Kahn: Keine Vergewaltigung bei Sex-Partys

Die Ermittlungen gegen den früheren IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn ("DSK") in Frankreich wegen des Verdachts der gemeinschaftlichen Vergewaltigung sind eingestellt worden. Bei den Vorwürfen geht es um Partys mit Prostituierten in Washington im Dezember 2010, als Strauss-Kahn noch Chef des Internationalen Währungsfonds war.

Ein belgisches Escort-Girl hatte gegenüber französischen und belgischen Ermittlern angegeben, von "DSK" und seinen Freunden zu bestimmten Sex-Praktiken gezwungen worden zu sein, woraufhin im Mai von der Staatsanwaltschaft der nordfranzösischen Stadt Lille Vorermittlungen eingeleitet wurden.

"Großer Skandal" ohne jede Grundlage
Als Grund für die Einstellung der Ermittlungen gab die Staatsanwaltschaft an, die Frau habe keine Anzeige erstattet. In einem Schreiben habe sie Mitte August zudem erklärt, den sexuellen Handlungen "zugestimmt" zu haben.

Strauss-Kahn hatte bestritten, Gewalt angewendet zu haben, und die Vorwürfe als "Lüge" abgetan. Sein Anwalt Henri Leclerc sagte am Dienstag, er habe mit einer Einstellung der polizeilichen Vorermittlungen gerechnet. Diese seien ohnehin unnötig gewesen und seien von den Medien zu einem "großen Skandal" ohne jede Grundlage aufgebauscht worden.

Auch in Paris und Brüssel gab es Partys
Die Entscheidung der Staatsanwaltschaft bedeutet aber nur einen Teilerfolg für Strauss-Kahn, da gegen ihn auch noch Ermittlungen wegen bandenmäßig organisierter Zuhälterei im Zusammenhang mit weiteren Sex-Partys in Brüssel und Paris laufen.

Ein Gericht im nordfranzösischen Douai will Ende November über einen Antrag von Strauss-Kahns Anwälten entscheiden, die Ermittlungen auch hier einzustellen. Der 63-Jährige gibt an, er habe nicht gewusst, dass die Frauen Prostituierte waren.

Zivilprozess in der "Causa Zimmermädchen"
Strauss-Kahn musste im Mai 2011 als Chef des IWF zurücktreten, nachdem er in New York wegen Vergewaltigung angeklagt worden war. Ein Zimmermädchen beschuldigte den 63-Jährigen, sie in einem New Yorker Luxushotel zum Oralsex gezwungen zu haben.

Der Strafprozess in den USA wurde schließlich fallengelassen, da die New Yorker Staatsanwaltschaft Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Hotelangestellten hatte. Ganz abgeschlossen ist der Fall aber noch nicht, da derzeit ein Zivilprozess läuft.

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