Fall schockt Briten
Zwei Polizistinnen in Hinterhalt kaltblütig erschossen
Wie der örtliche Polizeichef Peter Fahy erklärte, hatte der Verdächtige oder ein Komplize am Vormittag die Polizei zu einem angeblichen Einbruch gerufen. "Als sie im Auto ankamen, sprang der Verdächtige offenbar auf die Straße und hat das Feuer auf sie eröffnet", schilderte Fahy die schockierenden Szenen. Dem Polizeichef zufolge habe der Mann die Beamtinnen nicht nur mit einer Handfeuerwaffe angegriffen, sondern zudem eine Granate gezündet. Ein Augenzeuge berichtete von 13 Schüssen und einer Explosion.
Eine der beiden 32 und 23 Jahre alten Frauen starb noch am Tatort, die zweite Polizistin erlag später im Krankenhaus ihren Verletzungen. Ob beide Polizistinnen durch Schüsse oder durch die Explosion der Granate getötet wurden, könne erst die Obduktion endgültig klären, so Fahy.
Verdächtiger wurde wegen zwei Morden gesucht
Nach Angaben der Polizei stellte sich der 29-jährige Dale Cregan, der die Tat begangen haben soll, wenig später in einer Polizeistation. Er wurde bereits wegen zwei Morden an einem 23-Jährigen und seinem Vater im Mai und August gesucht. In den beiden Fällen waren bereits vier andere Verdächtige festgenommen worden, doch wegen "kriminellen Schutzes" war Cregan bisher einer Festnahme entgangen, wie die Polizei am Dienstag erklärte. Das Motiv für den Mord an den Polizistinnen blieb zunächst im Dunkeln.
Polizeichef: "Einer der schwärzesten Tage"
Die britische Innenministerin Theresa May sprach von einem "zutiefst schockierenden Vorfall", der daran erinnere, welchen Risiken die Polizei tagtäglich ausgesetzt sei. Fahy sprach von "einem der schwärzesten Tage" für die britische Polizei. Der Polizeichef verteidigte aber, dass die beiden Polizistinnen so wie traditionell die meisten britischen Polizisten unbewaffnet waren. Das Beispiel anderer Länder zeige, dass die Bewaffnung der Polizei nicht die Tötung von Beamten verhindere, sagte Fahy.
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