Zwei Festnahmen
Anti-israelische Ausschreitungen an Uni in Rom
Bei gegen Israel gerichteten Ausschreitungen an der Universität La Sapienza in Rom sind am Dienstagabend zwei Personen festgenommen worden. Eine Gruppe von etwa 300 Studenten wolle in das Rektorat einzudringen. Polizisten hielten sie davon ab.
Anschließend zogen die Demonstranten über das Universitätsgelände. Einer der später Festgenommenen sprang auf ein Polizeifahrzeug und beschädigte es.
Autos beschädigt, Festnahmen
Mehrere Demonstranten versuchten zudem erfolglos, in die Polizeistation der Universität einzudringen. Ein Polizist wurde von einem Demonstranten angegriffen – der Mann wurde daraufhin festgenommen. Während der Krawalle sollen die Demonstranten auch zwei Autos der internen Sicherheitskräfte der Universität vor dem Rektorat beschädigt haben.
Die Demonstranten forderten, vor dem Hintergrund des Vorgehens Israels im Gaza-Krieg die Zusammenarbeit italienischer Universitäten mit Israel im wissenschaftlichen Bereich zu unterbrechen. Vor drei Wochen hatte der akademische Senat der Universität Turin einen ähnlichen Beschluss gefasst. Ähnliche Schritte planen auch andere Universitäten in Italien.
Universitätsministerium in Rom reagierte
Ministerin Anna Maria Bernini bezeichnete jede Form des Boykotts als „fremd mit Blick auf die Tradition und Kultur unserer Universitäten“ und bezeichnete die „Wissenschaftsdiplomatie“, also den Austausch in Forschung und Lehre, als ein mächtiges und wirksames Instrument zur Beendigung von Konflikten und zur Suche nach Frieden.








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