Getarnt mit mehreren Zivil-Fahrzeugen, waren Ermittler des Landesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung gegen 7 Uhr früh zu den Hausdurchsuchungen unterwegs. Das Wohnhaus war von den Beamten rasch umstellt. Kurz darauf wurden die ersten Kisten aus dem Haus getragen. "Die Überprüfung der Gebäude auf Waffen wurde von der Staatsanwaltschaft angeordnet", bestätigte LVT-Leiter Helmut Mayer kurz darauf den Einsatz. Mehr wollte der Behördenleiter allerdings nicht sagen: Weder wie viele noch welche Waffen oder Sprengstoff überhaupt sichergestellt wurden.
Laut den Ermittlern soll der betroffene Mittelkärntner einige Kriegswaffen sowie Kriegsrelikte zu Hause gebunkert haben: "Wir überprüfen, ob es sich dabei um verbotene Kriegsmittel oder lediglich um Dekorationswaffen handelt." Also Pistolen oder Gewehre, die entmilitarisiert wurden und mit denen keine Patronen mehr abgefeuert werden können.
Kriegswaffen zu Hause gebunkert
Der Fall ist jedoch kein Einzelfall. Laufend werden solche privaten Waffendepots ausgehoben, der Handel mit Kriegsrelikten boomt. Nach diesen hatte auch ein Polizist im Wörthersee getaucht und zu Hause ein riesiges Lager eingerichtet. In Ferlach wurden bei einem anderen Waffennarren 600 Maschinengewehre, Karabiner und Handgranaten sowie Zigtausende Schuss Munition entdeckt – der Großteil war unbrauchbar. Ein nicht ganz so großes Arsenal hatte ein Maltataler in seinem Gartenhaus, erst nach dem Tod des Mannes wurden die Waffen entdeckt.
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