Müde? Antriebslos?

Mit unseren Kneipp-Tipps werden Sie frühlingsfit!

Gesund
13.04.2024 06:00

Armbad, Wassertreten und Knieguss – wir verraten Ihnen, wie diese Wasseranwendungen genau funktionieren. Dann heißt es: Einfach nachmachen! Lesen Sie außerdem, welche positiven Auswirkungen Kneipp-Behandlungen auf den Körper haben und bei welchen Erkrankungen Vorsicht geboten ist.

In allen Bereichen unseres Lebens spielt Wasser eine wichtige Rolle: ob als Durstlöscher, bei der Körperhygiene, beim Kochen, Wäschewaschen, in der Freizeit usw.

Aber auch für unsere Gesundheit ist es nicht wegzudenken. Schon Pfarrer Sebastian Kneipp (1821-1897) wusste den Wert dieses besonderen Elements zu schätzen. „Heute nimmt Wasser neben den Säulen Heilkräuter, Ernährung, Bewegung und Lebensordnung im Kneipp-Programm einen zentralen Stellenwert ein, wo es um die Stärkung des Immunsystems bzw. die Förderung von Gesundheit und Lebensqualität geht“, erklärt Mag. Georg Jillich, Sportwissenschafter und Präsident des Österreichischen Kneippbundes.

100 verschiedene Kneipp-Anwendungen
„Es gibt über 100 verschiedene Kneipp-Anwendungen: kalte, warme und Wechselanwendungen, Wassertreten, Güsse, Bäder, Waschungen, Wickel und Auflagen. Sie alle haben den Sinn, Temperaturreize an die Haut zu bringen und den Organismus zu einer Reaktion anzuregen. So werden mit natürlichen Reizen die körpereigenen Kräfte mobilisiert und durch regelmäßiges Training gestärkt“, berichtet der überzeugte Kneipper. Wer auf Nummer sicher gehen will, holt sich vor der Anwendung die Erlaubnis seines Arztes.

„Kneipp’ scher Espresso“ gegen Frühjahrsmüdigkeit
Gerade jetzt im Frühjahr machen vielen Menschen Müdigkeit und Antriebslosigkeit zu schaffen. Da kann sich etwa ein Armbad lohnen: Dazu erst den rechten, dann den linken Arm so weit wie möglich in kaltes Wasser tauchen und dort leicht für ca. 10 Sekunden bewegen. Dabei laut mitzählen, damit man nicht auf das Ausatmen vergisst. Danach das Wasser abstreifen und durch Bewegung aufwärmen.

Nicht geeignet ist das Armbad bei Herzkrankheiten, erhöhtem Blutdruck und chronischen, entzündlichen oder degenerativen rheumatischen Veränderungen. Kaltanwendungen dürfen nur auf warmen Körperregionen erfolgen und lediglich wenige Sekunden dauern. Der Kältereiz soll nicht weh tun!

Sportwissenschafter und Kneippbund-Präsident Georg Jillich beim Wassertreten. (Bild: Österreichischer Kneippbund)
Sportwissenschafter und Kneippbund-Präsident Georg Jillich beim Wassertreten.

Wassertreten für das Immunsystem
Wassertreten fördert die Durchblutung, regt den Kreislauf an, kräftigt die Venen und erfrischt. So funktioniert es: Im kalten knapp knietiefen Wasser (z. B. in einem See oder Bach) mit warmen Beinen und Füßen etwa 20 bis 40 Schritte im Storchengang machen – bei jedem Schritt wird das Bein zur Gänze aus dem Wasser gezogen und dann wieder hineingestellt.

Danach das Wasser abstreifen und die Beine im Trockenen warmlaufen. Nicht geeignet ist das Wassertreten bei Durchblutungsstörungen der Beine, frischen Thrombosen, akuten fieberhaften Erkrankungen, Neigung zu Harnwegsinfekten, Blasen- und Nierenkrankheiten sowie Unterleibsinfektionen der Frau.

Den Knieguss kann man alleine oder – wie hier – mit Unterstützung ausführen. (Bild: Österreichischer Kneippbund)
Den Knieguss kann man alleine oder – wie hier – mit Unterstützung ausführen.

So funktioniert der Knieguss
Man beginnt mit dem Guss an der rechten kleinen Zehe, geht langsam an der Außenseite des Beines hinauf bis zur Kniekehle, führt den Strahl dreimal über der Kniekehle hin und her und geht an der Innenseite des Beines hinab.

Dasselbe am linken Bein durchführen, nur wechselt man bereits nach der linken Kniekehle zur rechten, führt den Strahl auch hier wieder dreimal hin und her, geht dann wieder zur linken Kniekehle zurück, führt den Strahl erneut dreimal hin und her und geht erst dann an der Innenseite des linken Beines mit dem Wasser wieder abwärts.

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