Wenn man hierzulande jemanden in den April schickt, bedeutet dies, dass man ihn zum Narren hält. Und zwar mit Nachrichten, Aussagen oder Plänen, die zuerst einmal wahrheitsgetreu wirken, um sich schließlich als blanker Unsinn herauszustellen.
EINERSEITS sind derlei Aprilscherze zumeist ja nicht mehr als harmlose Narreteien.
ANDERERSEITS leben wir in den Zeiten von Fake News und zahllosen Verschwörungstheorien, wo der unbedarfte Zeitgenosse kaum mehr zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden vermag. Aber überlegen Sie selbst – Aprilscherz oder künftige Realität?
Nach Geheim-Verhandlungen zwischen Putin und Selenskyj kommt es in der Ukraine zum Waffenstillstand und schließlich zum endgültigen Frieden. Beide werden für den Friedensnobelpreis nominiert.
Nach einer Frischzellenkur gelingt es Joe Biden mittels eines höchst dynamischen Wahlkampfes neuerlich zum US-Präsidenten gewählt zu werden. Als erste Amtshandlung besucht er seinen Konkurrenten Trump in Alcatraz.
Saudi-Arabien legt sein utopisches Städtebau-Projekt „the line“ auf Eis und errichtet stattdessen für Billionen von Petrodollars in der Wüste Sinai eine neue Heimstätte für 2 Millionen Palästinenser.
Und in Österreich gelingt es Wahlsieger Kickl eine Allparteien-Regierung der nationalen Einheit zwecks Überwindung der multiplen Krisen zu bilden.
Alles keine Aprilscherze, eher Wunschdenken.
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