ÖVP-Finanzminister Magnus Brunner befand sich kürzlich auf Tirol-Besuch und stattete der „Krone“-Redaktion in Innsbruck einen Besuch ab. Im großen Interview spricht er unter anderem über René Benko, Entlastungen, Klimakleber und seine Zukunft.
„Krone“: Sie haben kürzlich gemeint, wenn Deutschland einen Schnupfen hat, bekommt Österreich eine Grippe und wenn Deutschland die Grippe hat, wird es in Österreich eine Lungenentzündung. Hat unsere Wirtschaft schon eine?
Minister Magnus Brunner: Nein, dieser Spruch hat natürlich eine gewisse Berechtigung, weil wir sehr stark von Deutschland abhängig sind. Deutschland ist unser größter Handelspartner. Aber Gott sei Dank haben wir es geschafft, uns etwas abzukoppeln. Was die Wachstumsprognosen betrifft, ist Deutschland bescheiden unterwegs bei 0 bis 0,2 Prozent für 2024. Experten sehen uns bei 0,5 bis 0,6 Prozent Wachstum. Gelungen ist uns die Abkoppelung durch strukturelle Reformen, wie der Abschaffung der kalten Progression. Wir müssen alles daran setzen, die Konjunktur wieder anzukurbeln und das Wachstum zu unterstützen. Das probieren wir jetzt mit dem Baupaket. Das letzte Quartal 2023 hat im Baubereich ein Minus von zehn Prozent gezeigt und da müssen wir gegensteuern.
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