Cops im Visier
Krawalle nahe L.A. nach Tötung von Gangmitgliedern
Die mutmaßlichen Gangmitglieder Manuel Diaz und Joel Acevedo waren am Wochenende von Polizisten erschossen worden. Der 25 Jahre alte Diaz war unbewaffnet und wurde nach Polizeiangaben getötet, weil die Beamten glaubten, er würde nach einer Waffe greifen.
Mutter bringt 50-Millionen-Dollar-Klage ein
Seine Mutter hingegen sagte, die Polizisten hätten dem jungen Mann in den Rücken geschossen, und verklagt die Stadt Anaheim nun auf 50 Millionen Dollar. In der rund 50 Kilometer südlich von Los Angeles gelegenen 330.000-Einwohner-Stadt wurden heuer bereits fünf Menschen von Polizisten erschossen.
Nach dem Tod der beiden Männer am Wochenende war es in Anaheim jede Nacht zu gewaltsamen Protesten gekommen. In der Nacht auf Mittwoch warfen Hunderte Demonstranten in einem vornehmlich von Latinos bewohnten Stadtteil Steine und Brandsätze auf die Polizei und zerstörten Schaufenster. Die Beamten gingen mit Gummigeschossen gegen die Randalierer vor.
Vorgehen der Polizei "schnell und angemessen"
Am Mittwoch war die Lage nach Angaben des städtischen Polizeichefs John Welter tagsüber ruhig. Bürgermeister Tait warnte vor neuen Ausschreitungen: "Wir erwarten keine Wiederholung der Situation von gestern Nacht, aber wenn es dazu kommen sollte, wird die Polizei vorgehen wie zuvor: schnell und angemessen." Auch ein Polizeisprecher sagte, die Beamten, die die beiden mutmaßlichen Gangmitglieder erschossen, hätten richtig gehandelt.
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