Trauer in Aurora

“Batman” Christian Bale besuchte Opfer des Amoklaufs

Ausland
25.07.2012 08:04
Nach dem Amoklauf bei einer Kino-Premiere des neuen "Batman"-Films im US-Bundesstaat Colorado hat Christian Bale, der Star des Films, einige der Opfer im Krankenhaus besucht und anschließend Blumen für die Verstorbenen niedergelegt. Die Hinterbliebenen freuten sich über die Anteilnahme.

Bereits kurz nach Bales Blitzbesuch im Krankenhaus machten beim Internet-Kurzbotschaftendienst Twitter Fotos des britischen Schauspielers und seiner Frau die Runde. Fans zeigten den Hollywood-Star mit Überlebenden im Spital von Aurora sowie mit Klinikangestellten, in dem noch 20 Verletzte behandelt werden. In einer Botschaft des Personals hieß es zum Beispiel: "Was für eine Überraschung - 19 schwedische Mitarbeiter haben heute Christian Bale getroffen."

Bereits am Wochenende hatte Bale sich entsetzt über das Blutbad in Aurora, einem Vorort von Denver, gezeigt, wo zwölf Menschen starben. "Worte können nicht das Grauen ausdrücken, das ich empfinde", hatte der Schauspieler erklärt. Er könne sich nicht einmal ansatzweise den Kummer und den Schmerz der Opfer vorstellen, aber sein Herz sei bei ihnen.

Auch "Batman"-Regisseur Christopher Nolan brachte im Namen des Filmteams seine "tiefe Trauer" über das Massaker zum Ausdruck. Die Filmfirma Warner Brothers sprach den Opfern und ihren Angehörigen ebenfalls ihre Anteilnahme aus. Die für Freitagabend vorgesehen gewesene "Batman"-Premiere auf der Prachtstraße Champs-Elysees in Paris in Anwesenheit von Bale und den Schauspielern Anne Hathaway, Marion Cotillard und Morgan Freeman wurde abgesagt.

Amoklauf bei Film-Premiere
Bale spielt in den jüngsten drei "Batman"-Filmen unter der Regie von Nolan Bruce Wayne bzw. den Titelhelden "Batman". Diese Woche startet der letzte Teil der Nolan-Trilogie, "The Dark Knight Rises", in den österreichischen Kinos, in den USA erfolgte der Start bereits am 20. Juli. Bei einer der Mitternachtspremieren in der Nacht auf Freitag war es in Aurora zu dem Blutbad gekommen, bei dem zwölf Menschen starben und 58 weitere verletzt wurden.

Der mutmaßliche Schütze, der 24-jährige Student James Holmes, sitzt in Haft und soll kommenden Montag angeklagt werden. Holmes hatte die Tat offenbar von langer Hand vorbereitet, sein Motiv ist bislang unklar.

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