AAA bleibt vorerst

Moody’s senkt Ausblick für Euro-Rettungsfonds EFSF

Wirtschaft
25.07.2012 09:27
Die US-Ratingagentur Moody's hat den Ausblick für die Bonität des Euro-Rettungsfonds EFSF von "stabil" auf "negativ" gesenkt. Dies sei eine Konsequenz der neuen Ausblicke für die Kreditwürdigkeit Deutschlands, der Niederlande und Luxemburgs und damit den Garanten des EFSF, teilte die Ratingagentur am Dienstag mit. Zuvor hatte Moody's den Ausblick der drei Staaten auf "negativ" gesenkt.

Wie zuvor bei den drei Euro-Ländern blieb Moody's auch beim EFSF bei der Bestbewertung AAA für die Kreditwürdigkeit. Allerdings ist ein negativer Ausblick der erste Schritt für eine Abwertung. 

Moody's warnte, der Fonds könnte seine Bestnote innerhalb der kommenden zwölf bis 18 Monate verlieren. Dies wäre vor allem der Fall, wenn den wichtigsten Bürgen ebenfalls ihre Topnote entzogen würde. Für die Entscheidung, die Aussichten unter anderem für Deutschland auf negativ zu setzen (siehe Infobox), hatte die US-Ratingagentur die "wachsende Unsicherheit" über den Ausgang der Schuldenkrise in der Euro-Zone angeführt.

Hilfe für marode Länder
Der Rettungsfonds EFSF war im Jahr 2010 ins Leben gerufen worden, um den angeschlagenen Euro-Ländern unter die Arme greifen zu können. Die benötigten Mittel leiht sich der Fonds am Finanzmarkt, die Euro-Länder garantieren dafür. Bisher muss der Fonds vergleichsweise niedrige Zinsen zahlen, da er mit der besten Kreditwürdigkeit, dem AAA, bewertet wird.

Der Fonds finanziert derzeit Finanzhilfen für Irland und Portugal und unterstützte Griechenland bei der Rekapitalisierung seiner Banken. Auch den spanischen Banken sollen zunächst Hilfen aus dem EFSF-Topf zugutekommen. Der EFSF-Fonds soll durch den dauerhaften Rettungsfonds ESM ersetzt werden.

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