Immenser Schaden

Reiche horten bis zu 26 Billionen Euro in Steueroasen

Wirtschaft
22.07.2012 13:17
Die Reichen der Welt haben einer Studie zufolge Finanzvermögen von etwa 17 bis 26 Billionen Euro in Steueroasen gebunkert. Dadurch seien den Staaten Einkommensteuern in Höhe von bis zu 230 Milliarden Euro entgangen, heißt es in einer am Sonntag veröffentlichten Untersuchung für die internationale Organisation Tax Justice Network (Netzwerk für Steuergerechtigkeit).

Studienautor James Henry, früher Chefvolkswirt der Unternehmensberatung McKinsey, bezeichnete die dem Fiskus entzogenen Privatvermögen als "großes Schwarzes Loch in der Weltwirtschaft".

Das Problem spielt Henrys Forschungen zufolge in den Entwicklungsländern eine besonders große Rolle. So hätten die reichsten Bürger in 139 Entwicklungsländern von den 1970er-Jahren bis 2010 nicht ausgewiesene Vermögen von schätzungsweise sechs bis 7,6 Billionen Dollar angehäuft.

Immobilien oder Gold nicht inbegriffen
Das Tax Justice Network ist eine Nichtregierungsorganisation, die sich den weltweiten Kampf gegen die Steuerflucht auf die Fahnen geschrieben hat. Die Studie verwendet Daten der Weltbank, des Internationalen Währungsfonds, der Vereinten Nationen und der Zentralbanken. Untersucht werden nur Finanzvermögen. Sachvermögen wie Immobilien oder Goldbestände werden nicht berücksichtigt.

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