Diese Intrige hat gesessen: Deutschland ist blamiert, Bundeskanzler Scholz kompromittiert, die NATO geschädigt, und die Ukraine wird nun wohl endgültig auf die deutschen Taurus-Marschflugkörper verzichten müssen.
Was war geschehen? In aller Kürze: Die Führung der deutschen Luftwaffe konferierte auf einer bekanntermaßen (!) unsicheren Digitalplattform über den Krieg. Dabei schwurbelten die Generäle frei von der Leber weg über Angriffsziele und Raketenzahlen. Sie widersprachen indirekt Kanzler Scholz und tunkten NATO-Partner ein.
Russland hörte mit – wohl nicht das erste Mal – und veröffentlichte die Aufzeichnung. Damit ist zwar dieser Spionagekanal tot, aber das war es dem Kreml offenbar wert, um Berlin die Hölle heißzumachen.
Die Blauäugigkeit deutscher Generäle und der Qualitätsverfall deutscher Behörden sind erschreckend. Der Kreml sahnt ab wie ein Rasenmäher.
Das gilt auch für Österreich. Ich wundere mich schon die längste Zeit, was Politiker so alles am Telefon plaudern.
Auf den Dächern der russischen UNO-Botschaft in Wien-Donaustadt stehen gewaltige Abschöpfanlagen. Und mit Wirecard-Chef Jan Marsalek hat sich nicht nur einer der größten Wirtschaftskriminellen (1,9 Milliarden Euro), sondern auch ein Topspion Moskaus nach Russland abgesetzt, als ihm der Boden unter den Füßen zu heiß wurde. Er ging in den höchsten Kreisen ein und aus.
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