Fünf Jahre lang

Vorarlbergerin brachte Frauen in Not zur Prostituion

Österreich
22.06.2012 12:00
Über fünf Jahre hinweg soll eine 48-jährige Vorarlbergerin einheimische Frauen in finanziellen Notlagen als Prostituierte für Haus- und Hotelbesuche vermittelt haben. Monatlich wurden so rund 100 Freier in Vorarlberg bedient. Der kriminell erwirtschaftete Gewinn der Frau, die den "Begleitservice" nahezu allein führte, lag im sechsstelligen Euro-Bereich. Sowohl die mutmaßliche Zuhälterin als auch die Sexdienstleisterinnen sind laut Polizei geständig.

Die 48-Jährige schaltete Inserate in einer Gratiszeitung, um "aufgeschlossene" Frauen anzuwerben. Obwohl diese Freier-Termine ablehnen konnten, seien die nicht professionellen Sexarbeiterinnen aufgrund ihrer Unerfahrenheit und finanziellen Notlage durch die 48-Jährige fremdbestimmt gewesen. 

Die Zuhälterin entschied, welche Frau zu welchem Freier ging, und bestimmte die Höhe der Bezahlung sowie ihren eigenen Anteil. Die 48-Jährige übernahm auch das Inserieren der Haus- und Hotelbesuche in lokalen Printmedien, die Bearbeitung der Freier-Anfragen und die Vermittlung von Fahrdiensten für die Prostituierten.

48-Jährige auf freiem Fuß angezeigt
Insgesamt habe man 14 Frauen im Alter zwischen 22 und 45 Jahren identifiziert und zur Sache befragt, man vermute aber, dass mehr Frauen mit der 48-Jährigen in Kontakt standen, so das Landeskriminalamt.

Die 48-Jährige, die das illegal erwirtschaftete Geld für ihren als aufwendig beschriebenen Lebensstil nutzte, wurde wegen Zuhälterei und Zuführung zur Prostitution auf freiem Fuß angezeigt. Vier weitere Personen gelten als Beitragstäter, weil sie Fahrdienste übernahmen oder Ersatztelefondienst leisteten - auch auf sie kommen Anzeigen zu.

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