Der Linzer Volksgarten gilt als städtische Problemzone Nummer Eins. Das soll sich nun ändern: Die Straßenbahn-Haltestelle als Problemzone im Volksgarten wird entschärft, indem die Sitzgelegenheiten verschwinden. Randgruppen bekommen eigenen Bereich mit mobilem WC.
Die Umgestaltung des Volksgartens ist hier ein Vorzeigeprojekt: Unter Einbindung der Bevölkerung und der Gruppen im Park ist ein Gesamtpaket entstanden, um mehr Sicherheit und Aufenthaltsqualität im Volksgarten sicherzustellen“, freute sich Integrationslandesrat Wolfgang Hattmannsdorfer (VP) bei der Präsentation der geplanten „sanften“ Umgestaltung des Linzer Volksgartens. Diese zentrale innerstädtische Parkanlage gilt schon seit Jahren als Problemzone. Sie soll nun – wie berichtet – entschärft werden, in dem beim Hotspot Straßenbahn Haltestelle Goethestraße die Langbänke entfernt werden.
Eigenes Areal für Randgruppen
Als Alternative für jene fünf bis sechs sozialen Randgruppen, die sich bisher dort aufgehalten haben, werden südlich der Schachanlage acht bis zehn Bänke und Abfalleimer aufgestellt werden. Dieses Areal soll diese Menschen in Zukunft zur Verfügung stehen. Zusätzlich sind ein weiterer Trinkwasserbrunnen sowie eine mobile Toilette geplant.
Neue Vorgehensweise
Neu an der Vorgehensweise ist, dass nicht nur die Anrainer befragt wurden, sondern auch die Randgruppen selbst. Ein Sozialarbeiter der Volkshilfe hatte sich zu diesem Zweck wochenlang im Sommer im Volksgarten aufgehalten, zunächst beobachtet, dann mit diesen Außenseitern Kontakt aufgenommen und auch gefragt, welche Bedürfnisse diese „Störenfriede“ haben.
Weitere Maßnahmen:
Unmittelbar nach Abbruch der Langbänke bei der Bim-Haltestelle sollen die Grünflächen unterhalb provisorisch wiederhergestellt, im Frühjahr dann dort neue Blumenbeete geschaffen werden. Auch der beliebte Spielplatz erhält im Frühjahr eine Auffrischung, wird mit inklusiven Spielgeräten ausgestattet.
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