Zum ersten Mal
Deutsche Kirche ist jetzt islamisches Gebetshaus
Ausland
09.06.2012 12:27
Zum ersten Mal ist in Deutschland eine Kirche in ein muslimisches Gotteshaus umgewandelt worden. Die evangelisch-methodistische Gemeinde in Mönchengladbach übergab eine ihrer Kirchen an die ortsansässige alevitische Gemeinschaft. Die Übergabe erfolgte einem Bericht der Zeitung "Die Welt" zufolge bereits vor einer Woche, sei aber erst jetzt bekannt geworden.
Bisher haben laut dem Zeitungsbericht alle christlichen Konfessionen in Deutschland die Linie vertreten, dass Kirchen (Symbolbild) gegebenenfalls in Synagogen, nicht aber in islamische Gotteshäuser umgewandelt werden dürfen.
Der emeritierte Methodistenbischof Walter Klaiber sagte in Mönchengladbach, er wisse um die Sorgen mancher alteingesessener Bürger, dass die Christen marginalisiert werden könnten. Er glaube aber, dass die Christen "unter den neuen wachsenden Glaubensgemeinschaften vertrauenswürdige Gleichgesinnte" finden könnten.
Aleviten verfügen nicht über Moscheen. Sie versammeln sich stattdessen in Gebetshäusern, die zugleich die Funktion von Gemeindezentren haben.
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