30 Medaillen konnte der ÖSV-Nachwuchs seit 2020 bei Junioren-Weltmeisterschaften holen. Zehnmal Gold, elfmal Silber und neunmal Bronze. Interessant: Mehr als die Hälfte aller Podestplätze und gleich acht von zehn der WM-Titel holte ein einziges Bundesland: Vorarlberg.
Die Schweizer dominieren dank Lara Gut-Behrami und Marco Odermatt aktuell nicht nur den Ski-Weltcup. Auch im Nachwuchs sind die Eidgenossen nun bereits das zweite Jahr in Serie die Nummer eins. Bei den Junioren-Weltmeisterschaften in der französischen Region Hochsavoyen schnappten sich unsere Nachbarn gleich viermal Gold, dreimal Silber und zweimal Bronze. Hinter Italien (2x Gold, 1x Silber, 1x Bronze) kam Österreich auf Rang drei mit einer Gold-, drei Silber- und zwei Bronzemedaillen. Hauptverantwortlich dafür: ein Vorarlberger Trio.
Selbstkritisch trotz Goldmedaille
Die 19-jährige Auerin Victoria Olivier hatte mit Gold in der Abfahrt für einen perfekten ÖSV-Auftakt gesorgt. „Ich habe mich sehr über diesen Titel gefreut“, sagte die Heeressportlerin, die danach im Super-G und Slalom ausfiel und im Riesenslalom auf Rang 17 landete. „Schlussendlich war es leider nicht das - vor allem skifahrerisch - was ich zeigen wollte.“
Abschied mit zweiter Bronzemedaille
Der Mellauer Jakob Greber war im Slalom auf bestem Weg, um Gold mitzufahren - scheiterte aber direkt nach bester Zwischenzeit. „Bis dahin war es aber okay!“ Mit leeren Händen musste der 20-Jährige, für den es die letzte JWM war, Hochsavoyen aber nicht verlassen - wie bereits im Vorjahr schnappte sich der Head-Pilot Bronze in der Team-Kombi. An der Seite von ÖSV-Aufsteiger Moritz Zudrell.
Erst dritte Slalom-Medaille für Vorarlberg
Der 18-Jährige legte mit einem soliden Super-G die Basis für die Team-Medaille und trumpfte am Freitag groß auf. Seine Silberne war erst die dritte Slalom-Medaille für die Ländle-Herren bei Junioren-Titelkämpfen. Vor dem Silbertaler hatten nur Rainer Salzgeber (Gold 1985) und Kilian Albrecht (Bronze 1992) im Torlauf zuschlagen können.
Ländle holte 17 von 30 Medaillen
Damit holten Vici, Jakob und Moritz die Hälfte aller ÖSV-Medaillen und untermauerten Vorarlbergs Status als Nummer-1-Bundesland. 17 der 30 Medaillen, die Österreich seit den Junioren-Titelkämpfen 2020 im norwegischen Narvik feiern durfte, gehen aufs Konto der VSV-Asse, die auch für gleich acht der zehn Junioren-WM-Titel der letzten fünf Jahre sorgten. Einzig die Tirolerin Lena Wechner (2021/Super-G) und der Salzburger Stefan Rieser (2020/Super-G) konnten als Nicht-Vorarlberger Gold holen.
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