Traktoren auf Sizilien
Bauernprotest weitet sich auf Italien aus
Der Bauernprotest in Deutschland weitet sich jetzt nicht nur auf Wien, sondern auch auf Italien aus. Am Samstag versammelten sich Landwirtinnen und Landwirte in Poggioreale auf Sizilien und fuhren mit ihren Traktoren im Schritttempo entlang einer befahrenen Straße.
Dabei sei es zu erheblichen Problemen für den Verkehr gekommen, wie italienische Medien berichteten. Die Landwirtinnen und Landwirte protestierten gegen die EU, die „den Verkauf von ungesunden Produkten wie Laborfleisch zum Nachteil sizilianischer Produkte“ begünstige. Einerseits würden konkrete Maßnahmen fehlen, um die Landwirtschaft und Viehzucht zu unterstützen. Andererseits würde das Land „an die Energiemultis“ verkauft, hieß es.
Hier sehen Sie ein Video zu dem Protest auf Sizilien.
„Keine Landwirte, keine Lebensmittel“
Auf einem der Traktoren war etwa „Keine Landwirte, keine Lebensmittel, keine Zukunft“ zu lesen. Die Demonstrierenden riefen die Regierung unter Premierministerin Giorgia Meloni auf, die Interessen der italienischen Landwirtinnen und Landwirte in Brüssel besser zu verteidigen. Kritikpunkte sind, wie auch in Deutschland, der Preis des Agrardiesels, Energiekosten und die Einkommen in der Landwirtschaft.
Forderungen an deutschen Agrarminister
Unterdessen haben deutsche Bäuerinnen und Bauern sowie andere Organisationen am Samstag in Berlin für eine nachhaltigere Landwirtschaft demonstriert. Wieder waren Traktoren dabei. Die Teilnehmenden kritisierten unter anderem ein zu zaghaftes Vorgehen der Regierung, z.B. bezüglich finanzieller Mittel für einen Umbau der Tierhaltung.
Agrarminister Cem Özdemir (Grüne) nahm die Forderungen entgegen und warb für Unterstützung, beispielsweise gegen das Kürzen von Förderungen. „Helft mir, dass wir die Sachen mehrheitsfähig kriegen“, rief er. Unter seinem Vorsitz tagte am Samstag eine internationale Agrarkonferenz.







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