Es geht um Millionen

Trump zu Prozessauftakt persönlich vor Gericht

Ausland
17.01.2024 07:29

Eigentlich hat Ex-US-Präsident mit dem Wahlkampf alle Hände voll zu tun - dennoch fand der Republikaner Zeit, persönlich zum Auftakt eines zweiten Verleumdungsprozesses der US-Autorin E. Jean Carroll gegen ihn in New York zu erscheinen. Bis zum Ende blieb der Angeklagte jedoch nicht. Er ging schon in der Mittagspause.

Der Termin endete am Nachmittag nach den Auftaktplädoyers beider Seiten. Sowohl Carrol als auch Trump äußerten sich zum Auftakt nur über ihre Anwälte. Trumps Anwältin Alina Habba warf Carroll in ihrem Auftaktplädoyer vor, dass sie sich an ihrem Mandanten bereichern wolle. Die viele Aufmerksamkeit durch die Prozesse habe ihrer Karriere neuen Schwung verschafft. Carrolls Anwalt Shawn Crowley argumentierte, dass die hohe Summe gerechtfertigt sei, weil seine Mandantin Tag für Tag in Angst lebe vor dem Hass und den Drohungen, die sie von Trump-Anhängern bekomme.

Sexueller Übergriff in Nobelkaufhaus
Eine New Yorker Geschworenenjury hatte es im Mai als erwiesen angesehen, dass Trump Carroll 1996 in einem New Yorker Nobelkaufhaus angegriffen, sexuell missbraucht und später verleumdet hatte. Die Geschworenen hatten der Schriftstellerin daraufhin eine Entschädigung in Höhe von fünf Millionen Dollar (etwa 4,65 Millionen Euro) zugesprochen. Zu diesem ersten Prozess war Trump nie selbst erschienen, seine Anwesenheit war auch beim Auftakt vom zweiten Prozess nicht verpflichtend gewesen.

Autorin fordert über zehn Millionen Dollar
Bereits vor Beginn des zweiten Prozesses hatte ein Richter entschieden, dass weitere Kommentare Trumps verleumderisch seien. Damit muss die Jury nun lediglich noch über die Höhe der Entschädigung entscheiden, die der Ex-Präsident der Frau bezahlen muss. Carroll verlangt mehr als zehn Millionen Dollar.

Gericht als Bühne für Wahlkampf
Trump gilt bei den im November anstehenden Präsidentschaftswahlen als aussichtsreichster Bewerber der Republikaner. Er muss sich allerdings derzeit auch in zahlreichen verschiedenen Fällen mit Gerichten auseinandersetzen. Die Gerichtstermine nutzt der 77-Jährige häufig als eine Art Wahlkampfveranstaltung, was ihm schon Kritik von mehreren Richtern eingebracht hat. Ob der Ex-Präsident im weiteren Verlauf des Prozesses auch anwesend sein will, war zunächst nicht klar. Für Mittwoch war eine Aussage von Carroll angesetzt.

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