Am 8. August sollen sie in Linz mit einem weißen SUV eine Sushi-Wirtin (42) überfahren und schwer verletzt haben. Nun müssen sich die beiden Jugendlichen (16 und 17) dafür vor Gericht verantworten: Am 27. Februar wird ihnen wegen versuchten Mordes der Prozess gemacht - die Teenager sind nicht geständig.
Und das alles wegen 50 Euro: Die zum Tatzeitpunkt 16-Jährige flüchtete im Sommer, wie berichtet, mit ihrem Freund (17) aus einem Sushi-Lokal in Linz, ohne die Rechnung zu bezahlen. Dabei soll das junge Paar aus Graz - das Mädchen saß am Steuer - die Wirtin mit dem Auto überfahren haben.
Am 27. Februar steht das Zechpreller-Duo in Graz nun vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden amtsbekannten Jugendlichen versuchten Mord vor.
„Wollen das Opfer nicht gesehen haben“
„Zum versuchten Mord sind die Angeklagten nicht geständig. Sie wollen das Opfer beim Losfahren nicht gesehen haben“, sagt Christian Kroschl von der Staatsanwaltschaft Graz zur „Krone“.
Beide sind wegen Mordversuchs angeklagt. „Der junge Mann als Beitragstäter, sie als unmittelbare Täterin“, erklärt Kroschl. Das ist auch der einzige Anklagepunkt, denn das Zechprellen falle im Vergleich dazu nicht wesentlich ins Gewicht.
Duo ist amtsbekannt
Bei einer Verurteilung drohen den Teenagern ein bis 15 Jahre Haft - es gilt die Unschuldsvermutung. Sowohl die 16-Jährige als auch der 17-Jährige sind amtsbekannt: „Beide haben schon Vorverurteilungen“, sagt Staatsanwaltschafts-Sprecher Kroschl. Sie wegen Körperverletzung, Nötigung und falscher Beweisaussage, er wegen Nötigung.
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