Riesenfund in Sydney

Illegaler Wildtierhandel: Schmugglerring gesprengt

Ausland
08.01.2024 10:09

Die australische Polizei hat einen groß angelegten Schmugglerring gesprengt, der sich auf den illegalen Handel mit Wildtieren spezialisiert hatte. Ein Millionengeschäft - auf Kosten der Lebewesen ...

Seit Ende Dezember hatten die Behörden die illegalen Machenschaften im Visier, insgesamt 257 Tiere im Gesamtwert von mehr als 1,2 Millionen australischen Dollar (740.000 Euro) wurden seitdem bei mehreren Razzien beschlagnahmt.

Tiere für Verkauf in Asien bestimmt
Die Reptilien waren für den Verkauf in Hongkong bestimmt. Es handelt sich um Exemplare sogenannter endemischer Arten, also solcher, die jeweils nur in einer bestimmten, eng begrenzten Region vorkommen.

Vier Verdächtige im Alter zwischen 31 und 59 Jahren seien festgenommen worden, darunter eine Frau, hieß es weiter. Ihnen werde unter anderem der illegale Export einheimischer Reptilien sowie die Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen, berichtete die New South Wales Police, die eine eigene „Raptor Squad“ initiiert hatte, um gegen derartige Machenschaften vorzugehen.

„Kaltblütig und grausam“
Die Reptilien seien in Hongkong wahrscheinlich für Sammler sowie für die Verwendung in traditioneller Medizin bestimmt gewesen, zitierte der Sender 9News einen Polizeisprecher. Um welche Arten es sich genau handelte, wurde zunächst nicht bekannt.

Es habe sich um einen „kaltblütigen und grausamen Schmuggelversuch“ gehandelt: Die Tiere seien unter sehr schlechten Bedingungen gehalten worden und in winzigen Containern verpackt gewesen. Einige seien bereits tot gewesen. Die überlebenden Tiere sollen von Tierärzten untersucht werden, bevor sie wieder in die Wildnis entlassen werden.

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