Wegen Kriegsfolgen

Ukraine legalisiert medizinisches Cannabis

Ukraine-Krieg
25.12.2023 14:35
Porträt von krone.at
Von krone.at

Das ukrainische Parlament hat die Legalisierung von medizinischem Marihuana beschlossen. Der Krieg habe bei vielen Menschen eine posttraumatische Belastungsstörung ausgelöst und Cannabis sei ein wirksames Mittel zum Lindern, hieß es (siehe Video oben).

Laut Medienberichten wurde das neue Gesetz mit 248 der 401 Stimmen verabschiedet und soll in sechs Monaten in Kraft treten. Es erlaubt den Gebrauch von Cannabis zu wissenschaftlichen und industriellen Zwecken. Darüber hinaus legt das Gesetz strenge Kontrollen für die Produktion und Verteilung von Cannabis fest. So ist etwa geplant, dass nur autorisierte Einrichtungen mit nötigen Lizenzen und Zertifikaten das Kraut anbauen dürfen - und das auch lediglich unter stetiger Videoüberwachung.

Nur mit Rezept erhältlich
Patientinnen und Patienten sollen Cannabis nur gegen ein elektronisches Rezept bekommen. Das heißt, dass die Droge für andere Zwecke weiterhin strafbar bleibt. Der Zugang zu medizinischem Cannabis wird in dem Kriegsland schon lange diskutiert. Auch beim endgültigen Beschluss vergangene Woche äußerten Abgeordnete Kritik und Befürchtungen, wie eine mögliche Korruption bei der Regulierung. Zudem äußerten die ukrainischen Kirchen Sicherheitsbedenken.

Der Krieg hat die Debatte weiter vorangetrieben. Ein Argument für die Legalisierung war jetzt mitunter, dass immer mehr Menschen an posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) leiden würden. Darunter fallen etwa wiederholte und intrusive Erinnerungen ein überwältigendes traumatisches Ereignis. Symptome können Alpträume, emotionales Abstumpfen, Desinteresse an Alltagsaktivitäten und das Vermeiden bestimmter Situationen sein.

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