Test ab Oktober
In den Niederlanden wird legal Marihuana angebaut
Ab Oktober wird in zehn niederländischen Kommunen legal Marihuana angebaut. Obwohl der Verkauf und Konsum von kleinen Mengen in Coffeeshops geduldet ist, sind der Anbau und Großhandel bisher verboten. Nach dem Experiment will die Regierung für oder gegen die vollständige Legalisierung von Cannabis entscheiden.
Coffeeshops in den südlichen Städten Tilburg und Breda dürften als erste die legal gezüchteten Drogen verkaufen, teilte Gesundheitsminister Ernst Kuipers am Mittwoch in Den Haag mit. Es handle sich um eine Testphase, die im Herbst beginne. Bis dato sind Coffeshops bei der Beschaffung ihrer Vorräte auf illegale und oft kriminelle Großhändler angewiesen.
Um diese Situation zu beenden, hatte die Regierung einem Experiment mit staatlich kontrolliertem Anbau von Marihuana zugestimmt. Zehn Kommunen sollen teilnehmen. Das Experiment war mehrfach verschoben worden. Von den zehn zuvor bestimmten Züchterinnen und Züchtern ist erst eine Person in der Lage, größere Mengen zu liefern. Ein Problem für die Betriebe ist es auch, dass sie bisher bei keiner Bank ein Geschäftskonto eröffnen dürfen.
Kiffverbot in Amsterdams Altstadt
Nach dem Experiment will die Regierung entscheiden, ob Cannabis vollständig legalisiert werden soll oder nicht. In Amsterdam könnte - wie berichtet - der Verkauf kleiner Mengen Haschisch und Marihuana in Coffeeshops zwischen 16 und 1 Uhr eingeschränkt werden. Fix ist, dass ab Mitte Mai ein Kiffverbot auf den Straßen der Altstadt gilt. Die Bewohnerinnen und Bewohner sollen sich laut der Stadtregierung wieder sicherer fühlen.







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