02.05.2012 17:53 |

Sachschäden, Müll

Facebook-Party hinterließ an der Donau ihre Spuren

Von einer Sekunde auf die andere waren die Massen da: 700 (Angabe der Polizei) bis 3.000 (Angabe eines Teilnehmers) Feiernde strömten am 1. Mai zum Wiener Brigittenauer Sporn zur illegalen Facebook-Party und ließen die Sau raus. Das leider im wahrsten Wortsinne: Nach dem Fest sah es an der blauen Donau aus wie nach einem Bombenangriff.
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Wer hätte das gedacht. Ausgerechnet die Älteren - so der 56-jährige "Donau-Fritzi" über sich selbst (Bild 2) - fanden die Party voll cool. Der Fahrrad-König in seinem nahen Geschäft: "Da ging es zu wie auf einem Partyschiff, viele junge Leute, und alle haben getanzt und gesungen. Ist ja niemand gestorben, sollen sie Spaß haben, die Jungen."

Schon am Vormittag war der per Facebook organisierte Party-Flashmob losgegangen. Unter dem Motto "Tanz durch den Tag" sollen Tausende an die Donau gepilgert sein. Das Programm war voll wie beim Donauinselfest: Große Seifenblasen flogen durch die Luft, Profi-Visagisten schminkten, es gab Frucht-Shakes, Dosenbier, Flaschenweine und einen Bandauftritt nach dem anderen.

Feuchtfröhliche Party ohne Genehmigung
Nur einen Haken hatte die ganze Sache: Die Veranstalter, eine junge Frau und ein Mann, hatten für ihr feuchtfröhliches Stelldichein leider keine Genehmigungen - und so mussten Polizisten die Spielverderber spielen. Sehr schnell nämlich kann so eine Feier im Chaos enden, wie auch der aktuelle Kinofilm "Project X" zeigt. Doch statt Autos im Pool zu versenken, wurden in Wien Zäune eingetreten, Müllberge hinterlassen und die Wiese mit Urin gesprenkelt.

Gewonnen hat vor allem der Bestellservice "Hollywood" (Bild 3). Die hungrigen Partygäste orderten in wenigen Stunden 400 Pizzen.

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