„Was ist mit dem Fresko passiert?“, fragen sich viele Klagenfurter, die in der Passage des sanierten Ärztehauses nur noch eine weiße Wand vorfinden. Das Bild war ein Geschenk der nicaraguanischen Hauptstadt Managua.
Auf einer etwa 20 Meter langen und vier Meter hohen Wand in der Passage des damaligen Quelle-Hauses, die den Heiligengeistplatz mit der Parkgarage verbindet, hatte Leone Cerrato Ende der Achtzigerjahre im Auftrag der Stadt Managua ein Wandbild gemalt. Es zeigt Alltagsszenen auf einem Markt und war ein Geschenk der Menschen von Nicaragua an die Bewohner von Klagenfurt.
Zu dieser Zeit gab es einen regen Austausch zwischen der Landeshauptstadt und der mittelamerikanischen Metropole. Dabei ging es in erster Linie um soziale Belange und Projekte im Rahmen der Entwicklungshilfe.
Kein Platz nach Eigentümerwechsel
Unterdessen haben die Besitzer des markanten Gebäudekomplexes in der Klagenfurter Innenstadt gewechselt. Der neue Eigentümer hat vor zwei Jahren entschieden, das Haus umzubauen. Im neuen Gesundheitszentrum scheint für das Gemälde aber kein Platz mehr gewesen zu sein.
„Der Eigentümer wollte vom Gemälde nichts wissen, auch die Stadtplanung hat keinen Wert darauf gelegt. Das Wandbild befindet sich jetzt hinter einer Verkleidung, allerdings müsste man es revitalisieren“, sagt der Projektverantwortliche Peter Godec.
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