Rund 24.000 Personen sind in Salzburg prinzipiell für Hilfe in Höhe von 600 Euro für den Heizkostenzuschuss anspruchsberechtigt. Doch nur 11.000 bekamen Geld überwiesen. Die Arbeiterkammer kritisiert, dass die Anmeldung zu umständlich ist.
Immerhin 600 Euro stellt das Land Salzburg für den Heizkostenzuschuss in Aussicht. Um diesen zu bekommen, dürfen beispielsweise Ehepaare mit einem Kind und Familienbeihilfebezug nicht mehr als 2060 Euro netto im Haushalt pro Monat verdienen.
Laut Arbeiterkammer haben für die abgelaufene Heizperiode 2022/23 aber nur 16.500 einen Antrag gestellt, rund 11.000 erhielten den Zuschuss bislang auch. Womit die finanzielle Unterstützung vorläufig nur bei der Hälfte der Salzburger angekommen ist. Es dürfte nämlich an die 24.000 Anspruchsberechtigte im Bundesland geben. „Die Zahlen sind ausbaufähig“, meint AK-Präsident Peter Eder.
„Wir fordern, dass der Heizkostenzuschuss dauerhaft in der Höhe von 600 Euro beibehalten und jährlich valorisiert wird. Außerdem sollen die Einkommensgrenzen jährlich an die Höhe der Armutsgefährdungsschwelle angepasst und eine ganzjährige Antragstellung möglich gemacht werden.“
Ein weiterer Kritikpunkt der Arbeiterkammer: Die Anträge lassen sich - anders als in anderen Bundesländern - nur online oder vor Ort bei der Hauptwohnsitzgemeinde stellen. Das stellt für viele Personen eine Hürde dar", erklärt AK-Expertin Eva Stöckl. Für die aktuelle Heizperiode können ab dem 2. Jänner 2024 Anträge gestellt werden.
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