Obwohl man in den Linzer Museen Lentos und Nordico mit einem 25-prozentigen Besucherplus rechnet, steigen auch die städtischen Zuschüsse immer weiter - für die Jahre 2024 und 2025 werden nicht weniger als 4,8 beziehungsweise 4,9 Millionen Euro budgetiert.
„Linz soll nicht Las Vegas werden.“ Mit diesem markigen Satz reagierte VP-Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer vor knapp dreieinhalb Jahren völlig entrüstet, als der damalige FP-Stadtvize Markus Hein meinte, die Stadt würde sich das „Lentos-Randgruppenangebot“ nicht mehr leisten können und er deshalb dafür plädieren würde, das Casino stattdessen am Donauufer anzusiedeln.
Letzteres sorgte bei Linzer Kunst- und Kulturliebhabern kurzfristig für kollektive Schnappatmung, anderen missfiel es allerdings auch, dass nach negativer Initiativprüfung des Kontrollamtes damals in Corona-Zeiten erstmals auch die Stadt einsprang und satte drei Millionen Euro zuschießen musste.
Schon 2022 Veränderungen gefordert
Im Vorjahr forderte FP-Gemeinderat Manuel Danner Veränderungen, rechnete nüchtern vor: „Im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit haben wir bei den Besucherzahlen einen Rückgang von 46,8 Prozent. Die Umsatzerlöse sind seit 2019 um knapp 40% zurückgegangen. Dagegen stiegen die notwendigen Zuschüsse der Stadt auf 3,9 Millionen €.“
Man will weiterhin ein Randgruppenprogramm für wenige Besucher machen - nicht mit uns.
Ute Klitsch, FP-Kultursprecherin
Zahlen heuer erfreulich
Wenn man da auf die heurigen Zahlen blickt, die vergangene Woche veröffentlicht wurden – die „Krone“ berichtete –, sieht das schon erfreulicher aus. Man prognostiziert 72.000 Besucher, das wären um 25% mehr als 2022 und Eintrittserlöse von 270.000 Euro – der höchste Wert seit Linz 09.
Städtische Zuschüsse steigen weiter
Doch Jubel wäre wohl verfrüht, meint FP-Kultursprecherin Ute Klitsch: „2024 und 2025 steigen auch die städtischen Zuschüsse auf 4,8 bzw. 4,9 Millionen Euro. Pro Museumsgast zahlt Linz etwa 57 Euro drauf – das Budget für die Museen tragen wir definitiv nicht mit.“
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