569 Millionen Euro

Verkehrsunfälle verursachten Leid und hohe Kosten

Kärnten
08.12.2023 10:15

Verkehrsunfälle verursachen viel menschliches Leid, aber auch sehr hohe Kosten. Eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis der neuen Unfallkostenrechnung Straße zeigt, dass die Verkehrsunfälle in Kärnten im Vorjahr volkswirtschaftliche Kosten in der Höhe 569 Millionen Euro verursacht haben.

Gegenüber dem Jahr 2021 nahmen die Unfallkosten im Jahr 2022 um knapp mehr als 120 Millionen Euro ab, informiert der VCÖ. Für heuer ist aber mit einer Zunahme der Unfallkosten zu rechnen. Innerhalb Kärntens waren die Unfallkosten in Klagenfurt am höchsten. Der VCÖ betont, dass verstärkte Verkehrssicherheitsmaßnahmen sowohl menschliches Leid verhindern als auch die Kosten reduzieren könnten. Denn 21 Tote und 3.252 Verletzte, davon 630 schwer, war die traurige Opferbilanz des Straßenverkehrs im Vorjahr. Eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis der neuen Unfallkostenrechnung Straße zeigt, dass die Verkehrsunfälle in Kärnten im Vorjahr volkswirtschaftliche Kosten in der Höhe 569 Millionen Euro verursacht haben.

Heuer bereits 28 Tote im Straßenverkehr
Für heuer ist mit einer Zunahme der Unfallkosten zu rechnen, nicht nur wegen der Inflation. Die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle ist in Kärnten heuer stark gestiegen, seit Jahresbeginn kamen bereits 28 Menschen im Straßenverkehr ums Leben, um sieben mehr als im gesamten Vorjahr. Österreichs Unfallkostenrechnung Straße beziffert für das Jahr 2021 die volkswirtschaftlichen Kosten einer leicht verletzten Person mit rund 43.000 Euro, eines schwer Verletzten mit 593.500 und eines Todesopfers mit 4,8 Millionen Euro. Enthalten sind in den Unfallkosten laut VCÖ unter anderem Behandlungskosten, Einsatzkosten, Sachschäden, Kosten für die Wirtschaft durch Arbeitskräfte-Ausfall und Krankenstände sowie die monetäre Bewertung des Leids, der Schmerzen und des Verlusts an Lebensqualität. In Klagenfurt waren die Unfallkosten am höchsten, gefolgt vom Bezirk Spittal.

Verkehrsunfallkosten

  • Klagenfurt: 83 Mio. Euro  
  • Bezirk Spittal an der Drau: 74 Mio. Euro  
  • Villach: 73 Mio. Euro  
  • Bezirk Villach Land: 63 Mio. Euro  
  • Bezirk Klagenfurt Land: 62 Mio. Euro  
  • Bezirk Wolfsberg: 60 Mio. Euro  
  • Bezirk Sankt Veit an der Glan: 53 Mio. Euro  
  • Bezirk Völkermarkt: 42 Mio. Euro  
  • Bezirk Feldkirchen: 36 Mio. Euro  
  • Bezirk Hermagor: 23 Mio. Euro   Kärnten: 569 Mio. Euro  
  • Quelle: VCÖ auf Basis von Daten BMK und Statistik Austria, 2023  

Tempo 80 auf Freilandstraßen
Der VCÖ weist erneut darauf hin, wie wichtig verstärkt unfallvermeidende Maßnahmen sind. Zum einen reduziert niedrigeres Tempo das Unfallrisiko, wie beispielsweise Tempo 80 statt 100 auf Freilandstraßen oder mehr Tempo 30 statt 50 im Ortsgebiet. Gerade im Ortsgebiet muss der Schutz der schwächsten Verkehrsteilnehmer, Fußgängerinnen und Fußgänger, insbesondere Kinder und ältere Menschen, Vorrang haben. „Die aktuelle Straßenverkehrsordnung behindert Gemeinden und Städte, die im Interesse der Verkehrssicherheit ein niedriges Tempolimit umsetzen möchten. Je früher die Bundesregierung die angekündigte StVO-Reform umsetzt, desto besser für die Sicherheit der Bevölkerung in den Gemeinden und Städten“, betont VCÖ-Expertin Lina Mosshammer. Österreichweit fordern mehr als 280 Gemeinden und Städte sowie der Österreichische Städtebund von der Bundesregierung eine entsprechende StVO-Reform.

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